Markus Söder: Schwierigster Wahlkampf für die Union seit gut zwanzig Jahren!

München/Berlin - Die Unionsparteien müssen sich nach Einschätzung von CSU-Chef Markus Söder (54) auf den härtesten Bundestagswahlkampf seit mehr als zwanzig Jahren gefasst machen.

Markus Söder (54, CSU) stellt sich auf den härtesten Bundestagswahlkampf seit mehr als zwanzig Jahren in Deutschland ein.
Markus Söder (54, CSU) stellt sich auf den härtesten Bundestagswahlkampf seit mehr als zwanzig Jahren in Deutschland ein.  © Matthias Balk/dpa

"Eines ist klar: Es wird wohl der schwierigste Wahlkampf der Union seit 1998. Die Umfragen zeigen kein gutes Bild. Und die Ausgangslage ist auch relativ schwierig", sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntagabend im ZDF.

Es stehe viel Arbeit an, denn auch inhaltlich müsse der Führungsanspruch von CDU und CSU deutlich untermauert werden. Die Menschen wählten nicht Erfolge der Vergangenheit, sondern erwarteten "Hunger und Ideenreichtum", erklärte der 54 Jahre alte CSU-Politiker im "heute journal" des Senders.

Ausdrücklich verwies er auf die Grünen, die mit Annalena Baerbock (40) eine Kanzlerkandidatin "mit frischen Ideen" ins Rennen schickten.

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Dass er selbst die Kanzlerkandidatur dem CDU-Chef Armin Laschet (60) habe überlassen müssen, tue ihm nicht mehr weh, sagte Söder. Er hätte es laut eigener Aussage zweifelsohne gern gemacht, doch sei dies auch nicht "der Lebensplan gewesen".

Fünf Monate vor der Bundestagswahl hat die Union nach einer neuen Umfrage stark in der Wählergunst verloren und wurde von den Grünen von Platz eins verdrängt.

Annalena Baerbock (40) ist die Kanzlerkandidatin der Grünen für die anstehende Wahl 2021.
Annalena Baerbock (40) ist die Kanzlerkandidatin der Grünen für die anstehende Wahl 2021.  © Kay Nietfeld/dpa

Im "Sonntagstrend" des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Bild am Sonntag kommen die Grünen auf 28 Prozent, die Union nur noch auf 27 Prozent. Auch bei einer Direktwahl hätte Baerbock gute Karten, wie eine Insa-Befragung für die Zeitung ergab. Demnach würden 30 Prozent Baerbock direkt wählen, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (62) käme auf 20 Prozent und Laschet auf 18 Prozent. Für die Unionsparteien sind dies alarmierende Werte.

Titelfoto: Montage: Matthias Balk/dpa, Kay Nietfeld/dpa

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