CDU-Krise: Joachim Stamp von der FDP bezeichnet Masken-Deals als "widerlich"

Köln/Düsseldorf - Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat die Masken-Deals von Unions-Politikern als "widerlich" bezeichnet.

NRW-Vizeministerpräsident Joachim Stamp (FDP) kritisiert die Vorgänge der Masken-Deals bei CDU und CSU.
NRW-Vizeministerpräsident Joachim Stamp (FDP) kritisiert die Vorgänge der Masken-Deals bei CDU und CSU.  © Federico Gambarini/dpa

Es wäre ein wichtiges Zeichen, wenn "diejenigen, die dort Kasse gemacht haben", die entsprechenden Beträge für gemeinnützige Zwecke spendeten, sagte der FDP-Politiker der Neuen Westfälischen (Dienstag).

Die beiden Hauptakteure in der Affäre um Politikergeschäfte mit Corona-Masken, der Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel und sein CSU-Kollege Georg Nüßlein, sind am Montag aus ihrer Partei ausgetreten. Löbel zog sich zudem umgehend aus dem Parlament zurück.

Stamp kritisierte außerdem die Kommunikation von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Corona-Krise scharf.

Er glaube, dass durch Spahns Kommunikation viel Vertrauen verloren gegangen sei.

NRW-Minister Wüst verlangt programmatische Erneuerung der CDU

Hendrik Wüst (CDU), Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen.
Hendrik Wüst (CDU), Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat mit Blick auf das Wahljahr 2021 eine programmatische Erneuerung der CDU gefordert.

"Dem einen oder anderen in der Union, der sich zum Jahreswechsel noch selbstsicher in den Berliner Sesseln der Macht fläzte, sollte es langsam dämmern: Dieses Wahljahr wird kein Spaziergang", schrieb Wüst in einem Gastbeitrag für die Düsseldorfer Rheinische Post.

"Es muss ein Programm her, das den Menschen nach der Krise glaubhaft vermittelt, dass es die CDU schafft, die volle Handlungsfähigkeit des Staates wiederherzustellen", so Wüst.

"Wir werden in den kommenden Monaten als Union nur erfolgreich sein können, wenn wir Versäumnisse erkennen, klar benennen und sie abstellen."

Wüst gilt als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), falls dieser im Herbst Bundeskanzler werden sollte.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa / Rolf Vennenbernd/dpa

Mehr zum Thema CDU: