CDU-Mann Thomas Strobl fordert Lockdown in Deutschland!

Berlin/Stuttgart- Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl (60) fordert bei einer weiteren Verschärfung der Corona-Lage einen gut einwöchigen Lockdown in Deutschland. 

Stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU: Thomas Strobl (60).
Stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU: Thomas Strobl (60).  © Sebastian Gollnow/dpa

"Wenn die Zahlen sich weiter so entwickeln, dann müssen wir Maßnahmen in den Blick nehmen, etwa, dass wir auch einmal für eine Woche alles dicht machen, dass von Freitag bis Sonntag die Woche drauf gar nichts mehr geht", sagte der baden-württembergische Innenminister dem Nachrichtenportal "ThePioneer" (Dienstag). 

Auf die Frage, ob die Schließung auch Schulen, Kitas und Geschäfte betreffen würde, sagte Strobl: "Alles heißt alles." 

Das bedeute auch Einschränkungen im Grenzverkehr.

Damit könne man das Infektionsgeschehen zum Stillstand bringen, argumentierte Strobl. 

Der Vorteil dieser "sehr, sehr harten" Lösung wäre die zeitliche Begrenzung. 

Der CDU-Politiker betonte aber auch, dann wären ein Weihnachtsgeschäft und eine gemeinsame Weihnachtszeit mit der Familie wieder möglich.

Update 16.33 Uhr: Strobl verteidigt Lockdown-Vorschlag gegen Skepsis und Kritik

Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl hat seinen Vorschlag eines gut einwöchigen Lockdowns bei einer weiteren Verschärfung der Corona-Lage in Deutschland verteidigt. "Es gehört zur Vorsorge in der Pandemie, bereits jetzt Szenarien zu entwerfen und sich vorzubereiten", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Wir brauchen einen Blick in den Werkzeugkasten der Pandemie-Bekämpfung [...] Falsch wäre sicher, es einfach laufen zu lassen."

Sollte sich die Zahl der Corona-Infizierten weiter so entwickeln wie in den vergangenen Tagen, komme das Land um weitere Maßnahmen definitiv nicht herum. "Eine Maßnahme aus dem Instrumentenkasten kann ein zeitlich eng begrenzter Lockdown sein", sagte Strobl, der auch baden-württembergischer Innenminister ist. "Das bedeutet: zeitlich sehr eng begrenzt, für eine gute Woche alles zumachen und schließen und damit die Kontakte maximal reduzieren." Natürlich sei es besser, die Pandemie auch mit weniger harten Maßnahmen in den Griff zu bekommen.

Zuvor hatte Strobl einen sogenannten Lockdown (englisch wörtlich für: Ausgangssperre) im Gespräch mit dem Nachrichtenportal "ThePioneer" (Dienstag) in die Diskussion gebracht. Politiker von FDP, SPD, Grünen und auch CDU reagierten skeptisch bis ablehnend darauf.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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