Der Ton wird rauer: CDU Thüringen fordert 2G-Regel für den Freistaat

Erfurt - Die Thüringer CDU-Fraktion und der die Landesregierung beratende wissenschaftliche Beirat haben die Einführung eines 2G-Modells für Thüringen gefordert.

In Thüringen ist die Umsetzung einer 2G-Regel wohl nur noch eine Frage der Zeit. Bald könnten nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Fitnessstudios oder Restaurants erhalten. Ausnahmen würden ungeimpfte Kinder bilden, für die es noch keinen Impfstoff gibt. (Symbolfoto)
In Thüringen ist die Umsetzung einer 2G-Regel wohl nur noch eine Frage der Zeit. Bald könnten nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Fitnessstudios oder Restaurants erhalten. Ausnahmen würden ungeimpfte Kinder bilden, für die es noch keinen Impfstoff gibt. (Symbolfoto)  © Swen Pförtner/dpa

Das Kabinett müsse Klarheit schaffen und sollte in der Corona-Verordnung "2G plus für Gastronomen und Veranstaltungen verankern", forderte Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt (44). 2G bedeutet im Kern, dass für bestimmte Bereiche nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben sollen. Allerdings sind dabei auch Ausnahmen möglich – und werden diskutiert.

Voigt plädierte dafür, dass auch ungeimpfte Kinder Zutritt zum Beispiel zu Restaurants bekommen sollen. "Es müssen Regelungen für diejenigen Personen gefunden werden, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können", erklärte er.

Zudem müssten auch ungeimpfte, aber getestete Bürger "im Rahmen des 2G-plus-Modells Möglichkeiten haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen", so der Politiker.

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Auch der wissenschaftliche Beirat empfahl vor der Kabinettssitzung am heutigen Dienstag die Einführung eines 2G-Optionsmodells – und dafür den größtmöglichen Anwendungsbereich zu wählen: "Nur im Bereich existenzieller Daseinsvorsorge (Einkaufen, ÖPNV etc.) soll es bei der 3G-Regelung bleiben", teilte der Beirat mit.

Größtmögliche Freiheiten für Geimpfte und Genesene

Außerhalb dieser Bereiche sollten die Veranstalter oder Restaurantbetreiber wählen können, ob sie den Zugang auf Geimpfte und Genesene beschränken oder ihn auch für Getestete eröffnen.

Nach dem Dafürhalten des Beirates sollten für Geimpfte und Genesene größtmögliche Freiheiten gelten, wenn der Zugang nur für diese Personengruppen möglich ist. "Das gilt insbesondere für Abstandsregelungen und Höchstteilnehmerzahlen."

Kinder und Jugendliche sollten laut Beirat auch ohne eine Impfung Zugang erhalten, aber gegebenenfalls einen negativen Test vorzeigen müssen.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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