Das sagt Peter Altmaier zum überraschenden Vorstoß von Friedrich Merz

Berlin - Wirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) zeigt sich unbeeindruckt von dem Vorstoß von Friedrich Merz (65), seinen Posten zu übernehmen.

Peter Altmaier folgt einer Debatte im Bundestag.
Peter Altmaier folgt einer Debatte im Bundestag.  © David Hutzler/dpa

"Die Kanzlerin und der neue Vorsitzende haben dazu das Ihrige gesagt, und das sind auch diejenigen, die über solche Fragen zu entscheiden hätten", sagte er der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montag).

"Ich mache meine Arbeit, denn die Unternehmen, von denen viele in dieser Corona-Krise gerade um ihre Existenz kämpfen, zählen auf uns. Wir müssen dafür sorgen, dass die deutsche Volkswirtschaft und die Unternehmen ihre Stärke behalten - und bislang gelingt uns das recht gut."

Nach seiner Niederlage im Kampf um die Parteiführung hatte Merz dem neuen CDU-Chef Armin Laschet überraschend angeboten, in die jetzige Bundesregierung einzutreten und das Wirtschaftsministerium zu übernehmen.

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Kanzlerin Angela Merkel wies das umgehend zurück. "Die Bundeskanzlerin plant keine Regierungsumbildung", sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage. Auch Laschet äußerte sich kritisch.

Peter Altmaier zeigt sich versöhnlich: "Integration ist besser als Spaltung"

Der neue Parteivorsitzende Armin Laschet (r.) gestikuliert neben Friedrich Merz zum Abschluss des digitalen Bundesparteitags der CDU.
Der neue Parteivorsitzende Armin Laschet (r.) gestikuliert neben Friedrich Merz zum Abschluss des digitalen Bundesparteitags der CDU.  © Michael Kappeler/dpa

Auf die Frage, wie man Merz und seine Anhänger denn einbinden könne, sagte Altmaier: "Ich war und bin davon überzeugt, dass in der CDU Platz für unterschiedliche Charaktere und Persönlichkeiten ist. Außerdem ist Integration besser als Spaltung."

"Die große Mehrheit möchte aber, dass wir jetzt die Ärmel hochkrempeln und uns um das Land kümmern - darum geht es, nicht so sehr um die Frage, wer welche Position besetzt, wenn die Bundestagswahl gewonnen und eine Koalition verhandelt ist."

Titelfoto: David Hutzler/dpa, Michael Kappeler/dpa

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