Ex-Chef der Werte-Union Mitsch tritt aus: Protest gegen Nachfolger

Stuttgart - Der frühere Vorsitzende der Werte-Union, Alexander Mitsch (54), hat die Gruppe besonders konservativer CDU-Mitglieder verlassen. Grund sei das Gebaren des neuen Chefs der Werte-Union, Max Otte (56).

Alexander Mitsch (54) war einer der Gründungsväter der Werte-Union und führte sie vier Jahre als Vorsitzender an. Jetzt verließ er die Gruppierung.
Alexander Mitsch (54) war einer der Gründungsväter der Werte-Union und führte sie vier Jahre als Vorsitzender an. Jetzt verließ er die Gruppierung.  © Christoph Schmidt/dpa

"Die Rundumschläge von Herrn Otte haben dazu geführt, dass ich meinen Austritt erklärt habe", sagte Mitsch am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Herr Otte ist nicht in der Lage, den Ursprungsgedanken der Werte-Union weiterzuführen."

Die Werte-Union sei immer als starke Gruppierung innerhalb der Union gedacht gewesen, die sich vom rechten und linken Rand absetze.

Der Heidelberger Mitsch war einer der Gründungsväter der Werte-Union und hatte sie vier Jahre als Vorsitzender geführt.

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Er kann sich vorstellen, dass er sich einer neuen Plattform anschließt, in der sich ausgetretene Mitglieder der Werte-Union zusammenfinden könnten. "Das kann durchaus eine Möglichkeit sein."

Der Gründungsgedanke, die Union von ihrem Linkskurs abzubringen, sei weiter richtig.

Ist seit Kurzem Vorsitzender der Werte-Union: Max Otte (56, CDU).
Ist seit Kurzem Vorsitzender der Werte-Union: Max Otte (56, CDU).  © Karlheinz Schindler/dpa-Zentralbild/dpa

Mitsch attackierte seinen Nachfolger für dessen Aussagen über den CDU-Wirtschaftsexperten Friedrich Merz (65). Otte hatte am Wochenende gesagt, Merz sei durch seine frühere Lobbytätigkeit belastet und sollte "kein Staatsamt übernehmen, auch wenn die Lobbytätigkeit ruht".

Mitsch entgegnete, das sei "schlichtweg inakzeptabel". Klar sei: "Otte spricht hier keine Mehrheitsmeinung der Werte-Union aus." Die Werte-Union hatte sich unter Mitschs' Führung dafür engagiert, dass Merz Kanzlerkandidat der Union wird.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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