CSU sieht Haseloff-Wahlsieg als persönlichen Erfolg: Spitze gegen Grüne

München - Der nach ersten Hochrechnungen klare Wahlsieg des sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (67, CDU) ist aus Sicht der Schwesterpartei CSU besonders ein persönlicher Erfolg.

Markus Söder (CSU, 54, l), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, und CSU Generalsekretär Markus Blume (46).
Markus Söder (CSU, 54, l), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, und CSU Generalsekretär Markus Blume (46).  © Michael Kappeler/dpa

"Das ist ein klarer Erfolg für Reiner Haseloff. Er hatte die Unterstützung der gesamten Union, aber gewonnen hat Reiner Haseloff vor allem aus eigener Kraft", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume (46) am Sonntag nach Bekanntwerden erster Ergebnisse.

"Haseloff ist und bleibt der Wunsch-Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt. Die Union hat gezeigt, dass sie Garant für Stabilität und Bollwerk gegen Radikale ist", betonte Blume mit Blick auf das vergleichsweise enttäuschende Abschneiden der AfD.

Blume räumte jedoch auch ein: "Die AfD ist noch immer viel zu stark. Jede Stimme für die AfD ist eine weggeworfene Stimme für Radikalität und Instabilität."

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"Ein tolles Ergebnis - vor allem aber ein ganz persönlicher Erfolg für Reiner Haseloff", schriebt CSU-Chef Markus Söder (54) auf Twitter. "Seine klare Abgrenzung von der AfD und seine Persönlichkeit haben überzeugt. Sein Erfolg freut mich ganz persönlich."

Sachsen-Anhalt gilt als letzter Stimmungstest vor den Bundestagswahlen am 26. September. Insofern wurde auch das Abschneiden der Grünen - auf Bundesebene schärfster Konkurrent der Union - in München genau beobachtet.

"Bei den Grünen wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Mit so einem Ergebnis brauchen die Grünen nicht vom Kanzleramt träumen", sagte Blume.

CSU-Generalsekretär: "Rückenwind für die Bundestagswahl"

Erste Hochrechnungen sehen die CDU in Sachsen-Anhalt bei mehr als 33 Prozent, die AfD bei etwa 23, die Linke bei rund 11 Prozent, die SPD bei gut 8 Prozent und die Grünen bei rund 6,5 Prozent, etwa gleichauf mit der FDP.

Insgesamt sieht die CSU das Ergebnis in Sachsen-Anhalt positiv. "Für uns als Union ist das Ergebnis Rückenwind für die Bundestagswahl, für die SPD müsste es ein Alarmzeichen sein: Sie sollte die Regierungsarbeit in der großen Koalition vernünftig zu Ende bringen und sich nicht jetzt schon jeden Tag als Oppositionspartei betätigen", sagte der CSU-Generalsekretär.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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