Deutliche Verluste in Bayern: Zahlen für CSU "nicht zufriedenstellend"

München - Die CSU muss bei der Bundestagswahl in Bayern einer ersten Prognose zufolge deutliche Verluste hinnehmen. Nach ersten Infratest-dimap-Zahlen des Bayerischen Rundfunks landen die Christsozialen unter Parteichef Markus Söder (54) nur noch bei 33 Prozent - vor vier Jahren hatten sie 38,8 Prozent erreicht.

Markus Blume (46), Generalsekretär der CSU, nimmt in der Parteizentrale an der Wahlparty der CSU teil.
Markus Blume (46), Generalsekretär der CSU, nimmt in der Parteizentrale an der Wahlparty der CSU teil.  © Sven Hoppe/dpa

In der CSU löst das mutmaßlich schlechteste Abschneiden der Partei bei Bundestagswahlen seit mehreren Jahrzehnten Enttäuschung aus.

"Was das CSU-Ergebnis betrifft, so sind das natürlich Zahlen, die können in absoluter Höhe nicht zufriedenstellen", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume (46) im Bayerischen Fernsehen.

Nach der Prognose des Senders lag die CSU bei 33 Prozent - schlechter abgeschnitten hatte die Partei lediglich bei der allerersten Bundestagswahl 1949.

Blume betonte jedoch, dass manche Umfrage im Vorfeld nun "eines Besseren belehrt" worden sei.

Ein Linksrutsch in Deutschland habe "in diesem Ausmaß" nicht stattgefunden.

Erste Hochrechnung: CSU verliert stark - Gewinne für Grüne und SPD

Die CSU hat bei der Bundestagswahl in Bayern laut erster Hochrechnung das schlechteste Ergebnis seit über 70 Jahren eingefahren.

Nach den Zahlen von Infratest dimap im Bayerischen Rundfunk landen die Christsozialen unter Parteichef Markus Söder bei 32,8 Prozent, im Vergleich zu 2017 wäre das ein Verlust von 6 Prozentpunkten.

Die SPD kommt laut der Hochrechnung von 18.54 Uhr mit 16,5 Prozent auf Platz zwei, ein Plus von 1,2 Prozent. Die Grünen erzielen demnach mit 13,7 Prozent knapp vier Prozentpunkte mehr als 2017, das wäre das bislang beste Ergebnis in Bayern.

Die FDP gewinnt mit 10,7 Prozent leicht hinzu, die AfD verliert laut Hochrechnung 1,5 Prozentpunkte und kommt auf 10,9 Prozent.

Die Freien Wähler können demnach in Bayern mit 6,1 Prozent rechnen, die Linke bleibt mit 2,7 Prozent weit unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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