Maskenaffäre: Alfred Sauter tritt aus CSU-Landtagsfraktion mit sofortiger Wirkung aus!

München - In der Maskenaffäre der Union beugt sich der ehemalige bayerische Justizminister Alfred Sauter (70) dem massiven Druck und tritt als Konsequenz aus der CSU-Landtagsfraktion aus.

Der ehemalige bayerische Justizminister Alfred Sauter (70) tritt mit sofortiger Wirkung aus der CSU-Landtagsfraktion aus.
Der ehemalige bayerische Justizminister Alfred Sauter (70) tritt mit sofortiger Wirkung aus der CSU-Landtagsfraktion aus.  © Bildmontage: Tobias Hase/dpa, picture alliance/dpa

Er wolle nicht, dass die Diskussion über seine Zugehörigkeit zur Fraktion die Diskussion der nächsten Tage und Wochen präge, schrieb Sauter am Montag an Fraktionschef Thomas Kreuzer (61).

"Daher kündige ich mit sofortiger Wirkung meine Fraktionsmitgliedschaft", erklärte der 70-Jährige.

Sauter fügte aber darüber hinaus hinzu: "Ich bin überzeugt davon, dass sich die Vorwürfe als haltlos erweisen werden und halte jetzt schon fest, dass ich nach Abschluss des Verfahrens wieder in die Fraktion aufgenommen werden möchte."

Die Generalstaatsanwaltschaft München führt gegen Sauter wegen eines Anfangsverdachtes Korruptionsermittlungen durch. Er hat die Vorwürfe über seinen Anwalt bereits zurückgewiesen.

Die Ermittlungen stehen in Zusammenhang mit dem Ankauf von Coronavirus-Schutzmasken durch den Staat - und in Zusammenhang mit entsprechenden Korruptionsvorwürfen gegen den mittlerweile aus der CSU ausgetretenen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein (51), der wie Sauter ebenfalls aus dem schwäbischen Landkreis Günzburg stammt.

Am Sonntag hatte Sauter bereits alle Parteiämter niederlegt.

Die Fraktion hatte ihm allerdings zuvor den Rauswurf angedroht, wenn er die Vorwürfe nicht "plausibel und nachvollziehbar" ausräumen könne. Diesem Verfahren kommt Sauter mit seinem Schritt nun offenbar zuvor.

Titelfoto: Bildmontage: Tobias Hase/dpa, picture alliance/dpa

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