Stoiber rät Söder von Kanzlerkandidatur ab

Hamburg/ München  - Der frühere CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder von einer Kanzlerkandidatur abgeraten.

Edmund Stoiber, ehemaliger CSU-Vorsitzender (78, l), und Markus Söder (53), CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, bei einem CSU-Parteitag. (Archivbild)
Edmund Stoiber, ehemaliger CSU-Vorsitzender (78, l), und Markus Söder (53), CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, bei einem CSU-Parteitag. (Archivbild)  © Matthias Balk/dpa

"Meine Empfehlung bleibt: Dieses Land Bayern jetzt stabil zu halten, es an Platz eins
zu halten, und dann vor die Bayern zu treten bei der nächsten
Landtagswahl", sagte Stoiber in einem Videointerview dem Spiegel.

Zuletzt war immer wieder über eine mögliche Kanzlerkandidatur
Söders spekuliert worden, dessen Beliebtheitswerte seit Beginn
der Coronakrise stark gestiegen sind und der in Umfragen zum Teil weit vor anderen potenziellen Kanzlerkandidaten wie dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsident Armin Laschet oder Friedrich Merz liegt. 

Söder hatte dagegen mehrfach betont, dass sein Platz in Bayern sei.

Stoiber lobte Söder für dessen Auftreten in der Krise. Die Ministerpräsidenten spielten gegenwärtig eine wichtige Rolle. Und dass "der präziseste und auch wohl besonnenste Markus Söder ist", sei eine Anerkennung für seine Art und Weise, Politik zu betreiben. 

Stoiber war 2002 als Kanzlerkandidat der Union ins Rennen gegangen und hatte knapp gegen Gerhard
Schröder (SPD) verloren.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

Mehr zum Thema CSU:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0