Unmut über Markus Söder in der CSU: "Hilft nur den Grünen"

München - In der CSU regt sich Unmut über den politischen Kurs von Parteichef Markus Söder (54) und dessen anhaltender Kritik am Unionskanzlerkandidaten und CDU-Chef Armin Laschet (60).

Markus Söder (54, CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.  © Matthias Balk/dpa

Der Chef der CSU-Mittelstandsunion, Franz Pschierer, sagte dem "Münchner Merkur" (Mittwoch), er halte es für falsch, den Grünen "den roten Teppich auszurollen". Das erhöhe nur den Preis bei möglichen Koalitionsverhandlungen.

Söder hatte die Grünen jüngst in einem Interview als den "spannenderen Partner" für die Union nach der Bundestagswahl am 26. September bezeichnet.

"Diese Strategie verstehe, wer will. Ich verstehe sie jedenfalls nicht", sagte Pschierer. Die CSU dürfe "nicht grüner werden als die Grünen".

Zu den jüngsten Sticheleien Söders gegen Laschet und Friedrich Merz (CDU) sagte Pschierer: "Ich kann dieses Nachtreten gegen Armin Laschet nicht verstehen. Das hilft nur den Grünen."

Er sei überzeugt davon, dass "Armin Laschet und Friedrich Merz im Team gerade bürgerliche Wähler, die unentschlossen sind, motivieren können".

CSU-Mittelstandschef Franz Pschierer war unter Markus Söder Wirtschaftsminister.
CSU-Mittelstandschef Franz Pschierer war unter Markus Söder Wirtschaftsminister.  © Lino Mirgeler/dpa

Pschierer ist Mitglied des bayerischen Landtags und war bis zum November 2018 Wirtschaftsminister in Söders Kabinett in Bayern. Sein Verhältnis zu Ministerpräsident Söder gilt seitdem als belastet.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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