Berlins Kultursenator Klaus Lederer gibt der Linken einen Korb

Berlin - Berlins Kultursenator Klaus Lederer (48, Linke) hat ausgeschlossen, beim Linke-Bundesparteitag Ende Juni für ein Amt an der Parteispitze zu kandidieren.

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (48) wird nicht als Linken-Chef kandidieren.
Berlins Kultursenator Klaus Lederer (48) wird nicht als Linken-Chef kandidieren.  © Carsten Koall/dpa

"Ich habe eine Aufgabe und jeden Tag wirklich gut zu tun, um genau daran zu arbeiten", sagte Lederer der "Berliner Zeitung" (Sonntag).

"Das heißt aber nicht, dass ich mich aus der Verantwortung nehme, was die inhaltlichen Debatten angeht", so der 48-Jährige. "Ich bin aber auch lange genug dabei, kenne meine Grenzen und meine, es braucht da einen neuen Aufbruch. Die Partei muss jünger und diverser werden, da helfe ich gern mit voller Kraft mit. Aber nicht in der ersten Reihe."

Lederer, der im Berliner Senat Stellvertreter der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (43, SPD) ist, begründete die Absage auch damit, in der rot-grün-roten Koalition gebraucht zu werden: "Wir hatten im vergangenen Herbst ein gutes Wahlergebnis erzielt und für Berlin einen Koalitionsvertrag auf fünf Jahre geschlossen", sagte er.

Der Vertrag beruhe auf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit auch zwischen einzelnen Personen.

"Da sehe ich mich in der Pflicht. Meine Aufgabe ist hier, und ich nutze alle Spielräume, damit wir als Linke und auch als Mitte-Links-Koalition für Berlin solide Arbeit leisten", sagte der Linken-Politiker. "So ein Engagement in der Bundespartei ist ja kein Teilzeitjob."

Titelfoto: Carsten Koall/dpa

Mehr zum Thema Die Linke: