Hennig-Wellsow attackiert CDU und bezeichnet Wagenknecht als "großen Elefant"

Von Stefan Hantzschmann

Sömmerda - Die Linke-Bundesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow (43) hat in einer Rede mal wieder ordentlich ausgeteilt.

Große Worte und viel Kritik haben die Rede von Susanne Hennig-Wellsow (43, Linke) in Sömmerda gekennzeichnet.
Große Worte und viel Kritik haben die Rede von Susanne Hennig-Wellsow (43, Linke) in Sömmerda gekennzeichnet.  © Kay Nietfeld/dpa

Sie attackierte die CDU und warf ihnen vor, keine Idee zum Klimaschutz zu haben. "Die CDU schlägt in keiner Sekunde vor, wie sie sich vorstellt, den Klimawandel in irgendeiner Form zu bekämpfen", sagte Hennig-Wellsow am Samstag bei einem Programmparteitag der Thüringer Linken in Sömmerda.

Die Bundestagswahl am 26. September sei entscheidend, wenn es darum gehe, die vereinbarten Ziele des Pariser Klimaabkommens "nicht zu reißen", betonte die 43-Jährige.

Die CDU trete faktisch als Klimaleugner auf. Dagegen verstehe die Linke die Klimakrise auch als soziale Frage.

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Weiterhin erklärte die Politikerin, dass die Union die Gesellschaft im Stich lasse. Unter anderem, indem sie verspreche, die Schuldenbremse wieder einzusetzen und Vermögen zu schützen. Dies hätte zur Folge, dass Sozialleistungen gekürzt werden müssten, so Hennig-Wellsow. "Das bedeutet ganz einfach einen Krieg gegen die Armen."

Sie hob in ihrer Rede hervor, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) nicht noch einmal zur Wahl antrete. "Die Laschet-CDU bricht gerade mit dem Merkel-Kurs. Das heißt: Wir haben auch die Aufgabe, die Menschen in diesem Land vor dieser CDU zu schützen", so die mittlerweile in Potsdam lebende Bundesvorsitzende.

Hennig-Wellsow äußert sich zu Sahra Wagenknecht

Die Linke-Chefin äußerte sich auch zur Lage ihrer eigenen Partei. "Natürlich ist immer Sahra der große Elefant im Raum bei allem, was wir tun", sagte Hennig-Wellsow mit Blick auf die auch in der eigenen Partei teils umstrittenen Positionen von Sahra Wagenknecht (51). Es sei in der Linken aber wichtig, Fragen stellen zu können.

Zugleich forderte Hennig-Wellsow, die Linke müsse bei den Wählern nicht nur ein Gefühl ansprechen, sondern auch Lösungen anbieten.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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