"Knallharte Verteilungskämpfe": Kipping sieht wegen Corona schwarz

Berlin - Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping (42) rechnet damit, dass in Folge der Corona-Krise soziale Themen wieder deutlich stärker in den Mittelpunkt rücken werden.

Katja Kipping spricht in einem Interview mit Journalisten in ihrem Büro in der Parteizentrale der Linken.
Katja Kipping spricht in einem Interview mit Journalisten in ihrem Büro in der Parteizentrale der Linken.  © Kay Nietfeld/dpa

"Uns stehen knallharte Verteilungskämpfe bevor. Es geht um die Frage, wer die Folgen der Corona-Krise bezahlen muss", sagte Kipping der Deutschen Presse-Agentur.

Im Bundestagswahlkampf im kommenden Jahr werde es nicht nur darum gehen, wer auf Angela Merkel (CDU) folge, sondern welchen Kurs das Land einschlage. "Ich denke, es gibt ein Comeback der sozialen Frage. Der Anlass dafür ist nicht schön", sagte sie mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Kipping und Co-Chef Bernd Riexinger sollten ursprünglich an diesem Samstag ihre Amtszeit beenden. Doch der in Erfurt geplante Parteitag zur Wahl eines neuen Führungsduos wurde wegen Corona erneut verschoben.

Unklar ist, wann und in welcher Form die Neubesetzung nachgeholt werden kann. Die Spitze der Linken will darüber am kommenden Wochenende beraten.

Die scheidende Parteichefin will sich nach eigener Ansage bis zur Staffelstabübergabe an die neue Parteispitze mit "ganzer Leidenschaft" der Frage widmen, wie die "linken Positionen in der Corona-Krise deutlich werden".

Katja Kipping sieht wegen der Corona-Pandemie eine Rückkehr der sozialen Frage.
Katja Kipping sieht wegen der Corona-Pandemie eine Rückkehr der sozialen Frage.  © Kay Nietfeld/dpa

Und auch danach will Kipping weiter auf der Berliner Bühne mitmischen: "Auf jeden Fall werde ich erneut für den Bundestag kandidieren." Politisches Engagement gehöre für sie immer zu einem sinnstiftenden Leben dazu.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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