Liebknecht und Luxemburg vor 103 Jahren ermordet: Die Linke lädt zum Gedenken ein

Berlin - Aus Anlass des 103. Jahrestages der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht lädt die Linke am Sonntag in Berlin zum stillen Gedenken an die beiden Kommunistenführer ein.

Die Linken-Parteivorsitzende Janine Wissler (40) wird am Sonntag beim Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht dabei sein.
Die Linken-Parteivorsitzende Janine Wissler (40) wird am Sonntag beim Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht dabei sein.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Dazu trifft sich der Parteivorstand um 10 Uhr auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde an der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Lichtenberg.

Nach Angaben der Linken nehmen unter anderem Parteivorsitzende Janine Wissler (40), Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler (49) und der Präsident der Europäischen Linken, Heinz Bierbaum (75), teil.

Anfang Januar 1919 hatte ein Revolutionsausschuss unter Karl Liebknecht, dem Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), die Regierung des Sozialdemokraten Friedrich Ebert für abgesetzt erklärt. Es gab Massendemonstrationen.

Fünfter Anlauf der AfD: Klappt's diesmal zum Landtags-Vizepräsidenten?
AfD Fünfter Anlauf der AfD: Klappt's diesmal zum Landtags-Vizepräsidenten?

Der "Spartakusaufstand" wurde aber niedergeschlagen. Rechtsgerichtete Freikorps-Soldaten erschossen Luxemburg und Liebknecht am 15. Januar 1919 in Berlin.

Für die Gedenkveranstaltung am Sonntag gilt wegen der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht und ein Mindestabstand zu anderen Menschen von 1,50 Metern.

Der Zugang ist nach Angaben der Linken durch Abstandmarkierungen gekennzeichnet. Im vergangenen Jahr wurde das traditionelle stille Gedenken vor dem Hintergrund der Pandemie vom Januar in den März verschoben.

3000 Menschen wollen für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg auf die Straße gehen

Für Sonntag ist außerdem eine "Liebknecht-Luxemburg-Demonstration" geplant, die um 10 Uhr am U-Bahnhof Frankfurter Tor in Friedrichshain beginnt und zu der Gedenkstätte führen soll.

Zu der Demonstration unter dem Motto "Fight and Remember" haben verschiedene linke und linksradikale Gruppen aufgerufen. Nach Angaben der Berliner Polizei sind 3000 Teilnehmer angemeldet.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Mehr zum Thema Die Linke: