Linke-Chefin Hennig-Wellsow will mitregieren: "Wann, wenn nicht jetzt?"

Berlin - Die Vorsitzende der Linke, Susanne Hennig-Wellsow (43), sieht gute Chancen für ein Linksbündnis mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl.

Susanne Hennig-Wellsow (43) hat sich für ein potenzielles Linksbündnis mit SPD und Grünen ausgesprochen.
Susanne Hennig-Wellsow (43) hat sich für ein potenzielles Linksbündnis mit SPD und Grünen ausgesprochen.  © Michael Reichel/dpa

"Das Fenster ist so weit geöffnet wie noch nie. Wann, wenn nicht jetzt?", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

In der Partei werden dem Bericht zufolge schon Verhandlungsführer gesucht, um Positionspapiere zu schreiben und nach der Bundestagswahl mit SPD und Grünen über Fachthemen zu sprechen.

Es sei das erste Mal in der Geschichte der Partei, dass sich die Linke so ernsthaft auf Sondierungen vorbereite, sagte Hennig-Wellsow.

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"Ich bin mir nicht sicher, ob Scholz und Baerbock ein Interesse haben, mit der Linken zu regieren. Ich weiß aber bei beiden, dass der Laden dahinter schon will", sagte Hennig-Wellsow.

Auch gegenüber anderen Zeitungen äußerte sie sich - so etwa im Interview mit der Zeit.

Dort sagte Hennig-Wellsow, dass vonseiten der Linken kein Bekenntnis zur Nato zu erwarten sei - was einer möglichen Rot-Rot-Grün-Koalition im Weg stehen könnte.

Susanne Hennig-Wellsow wurde am 27. Februar vom Bundesparteitag der Linken gemeinsam mit Janine Wissler (40) zur Parteivorsitzenden gewählt.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa

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