Linke fordern besseren Infektionsschutz am Arbeitsplatz

Zwickau - Die Linken haben einen besseren Infektionsschutz am Arbeitsplatz in Betrieben verlangt.

Sabine Zimmermann (60, Linke) fordert einen besseren Infektionsschutz am Arbeitsplatz.
Sabine Zimmermann (60, Linke) fordert einen besseren Infektionsschutz am Arbeitsplatz.  © Sina Schuldt/dpa

"Infektionsschutz und Kontaktvermeidung dürfen in der Pandemie nicht am Werkstor aufhören", sagte die Zwickauer Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (60) der Deutschen Presse-Agentur. Es könne nicht sein, dass Kontakte im Privaten auf ein Minimum beschränkt seien, im Betrieb aber teils ohne jegliche Schutzvorkehrungen auf engem Raum zusammengearbeitet werde.

"Ein Rechtsanspruch auf Homeoffice wäre in der Pandemie zwar ein wichtiger Baustein, um Kontakte und Infektionsrisiken im beruflichen Bereich zu verringern. Die aktuellen Daten zeigen aber deutlich, dass die Mehrheit der Beschäftigten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nicht von zu Hause aus arbeiten kann", betonte Zimmermann.

Laut Zimmermann braucht man andere Maßnahmen für Betroffene, deren Einkommen oft gering und deren Arbeit auch unter normalen Bedingungen besonders belastend sei: "Das A und O sind strenge Vorgaben für Hygiene, Schutzausrüstung, Luftfilterung und Abstandsregeln in Betrieben, die dann auch kontrolliert werden. Das kann auch bedeuten, dass in manchen Betrieben die Arbeit vorübergehend etwas eingeschränkt werden muss, zum Beispiel, um Abstände zu wahren."

Laut Statistik arbeiten von den Beschäftigten in den drei Ländern weit mehr als die Hälfte nicht im Büro. 2018 betraf das in Sachsen 57,3 Prozent, in Sachsen-Anhalt 63,9 Prozent und in Thüringen 60,2 Prozent (bundesweit: 53,7 Prozent).

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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