Thüringens-Gesundheitsministerin will Pandemie-Übung

Erfurt - Der bundesweite Probealarm hat kürzlich Probleme bei der Warnung der Bevölkerung für den Fall einer Katastrophe offengelegt. Auch für ein anderes Szenario hält Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (51, Linke) eine großangelegte Übung für überfällig. 

Ein gebasteltes Coronavirus.
Ein gebasteltes Coronavirus.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat sich die 51-Jährige für eine großangelegte Pandemie-Übung ausgesprochen. "Die Krisenbewältigung funktioniert besser, je eingespielter die Abläufe sind", sagte sie. 

"Deswegen ist es gerade in sogenannten Friedenszeiten wichtig, für den Ernstfall zu proben und regelmäßige Übungen durchzuführen", ergänzte die Politikerin. 

Eine solche Übung betreffe vor allem Krankenhäuser, wo im Ernstfall kurzfristig Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssten. Aber auch andere Einrichtungen wie Pflegeheime und Arztpraxen müssten einbezogen werden, um besser auf kommende Pandemien vorbereitet zu sein.

Diese Lehre sollte man unbedingt aus den Erfahrungen dieses Jahres ziehen, betonte Werner mit Blick auf die Corona-Pandemie

Beim bundesweiten Warntag am hatte es große Schwierigkeiten gegeben. Wegen einer Panne bei der Alarmierung über Warn-Apps kam die Gefahrenmeldung bei vielen Nutzern erst mit deutlicher Verspätung ankam. Wegen veralteter Technik oder fehlender Anlagen Sirenen blieben in Thüringen vielerorts die Sirenen stumm. 

Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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