FDP fordert mehr politischen Einfluss für Kinder und Jugendliche

München - Als Konsequenz aus der Corona-Krise fordert die FDP im bayerischen Landtag mehr politischen Einfluss für Kinder und Jugendliche.

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner (42, l.) kommt zum Politischen Aschermittwoch der Liberalen und wird von Daniel Föst (44), Landesvorsitzender der FDP in Bayern, begrüßt.
Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner (42, l.) kommt zum Politischen Aschermittwoch der Liberalen und wird von Daniel Föst (44), Landesvorsitzender der FDP in Bayern, begrüßt.  © Matthias Balk/dpa

"Wir wollen sicherstellen, dass bei weiteren Entscheidungen zur Corona-Pandemie oder anderen Krisen aber auch in normalen Zeiten, Kinder und Jugendliche an politischen Entscheidungen beteiligt werden", heißt es in einem Positionspapier der Fraktion, welches am Mittwoch in München vorgestellt wurde.

In dem Papier fordert die Freien Demokraten unter anderem eine generelle Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre und die Verankerung des Rechts auf altersgerechte Bildung und Beteiligung in der Verfassung. Die Mitsprache soll durch ein Landesjugendparlament verbessert werden.

Des Weiteren ist es aus Sicht der FDP notwendig, eine landesweite Freizeitkampagne zu starten, damit in der Pandemie Versäumtes - wie Schwimmkurse - schnellstmöglich nachgeholt werden kann.

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Zudem sollten Kitas inzidenzunabhängig geöffnet bleiben und es solle gezielte Förderangebote sowie mehr Vorschulangebote geben.

An den Schulen müsse es ferner mehr digitale Angebote, ein Mentoren-Programm zur Beseitigung von Bildungslücken sowie mehr Schulpsychologen und weitere Hilfs- und Beratungsangebote geben.

Auch der Kampf gegen Kindesmissbrauch muss nach Ansicht der FDP verstärkt werden, unter anderem durch mehr Beratungsprogramme sowie eine Vernetzung der Opfer- und Traumaambulanzen mit den Kinder- und Jugendpsychiatern.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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