FDP stellt kirchliche Privilegien infrage: "Erscheint nicht mehr zeitgemäß"

Augsburg - Die FDP im Landtag will die Privilegien der Kirchen in Bayern prüfen.

Matthias Fischbach (33), religionspolitischer Sprecher der FDP im bayerischen Landtag.
Matthias Fischbach (33), religionspolitischer Sprecher der FDP im bayerischen Landtag.  © Matthias Fischbach

"Angesichts der Vielzahl der Missbrauchsfälle, der staatsanwaltschaftlichen Zurückhaltung und des unzureichenden kirchlichen Umgangs damit müssen wir nochmals stärker über die Trennung von Kirche und Staat diskutieren", sagte Matthias Fischbach (33), religionspolitischer Sprecher der Fraktion, der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch).

Die FDP werde dazu eine Arbeitsgruppe einsetzen.

"Die Kirche hat in vielen Bereichen Privilegien und Einfluss, der nicht mehr zeitgemäß erscheint", sagte Fischbach weiter.

Er wolle keinen "dogmatisch laizistischen Staat, und wir müssen auch keine Feiertage abschaffen", betonte der FDP-Abgeordnete.

Zu fragen sei aber, ob der Freistaat wirklich "über pauschalierte Zahlungen für die Gehälter von Geistlichen aufkommen" müsse.

Titelfoto: Matthias Fischbach

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