FDP: Thomas Kemmerich spricht sich für Atomkraft und Frackinggas aus

Bad Langensalza - Thüringens FDP-Landesvorsitzender Thomas Kemmerich (57) hat sich gegen die Abschaltung der letzten Atommeiler in Deutschland ausgesprochen.

Thüringens ehemaliger Ministerpräsident Thomas Kemmerich (57, FDP) hat sich auf dem Landesparteitag seiner Partei für Kernenergie ausgesprochen.
Thüringens ehemaliger Ministerpräsident Thomas Kemmerich (57, FDP) hat sich auf dem Landesparteitag seiner Partei für Kernenergie ausgesprochen.  © Bodo Schackow/dpa

Zugleich forderte er am Samstag bei einem Parteitag des Landesverbandes der Liberalen in Bad Langensalza, auch auf die Förderung von Schiefergas durch Fracking zurückzugreifen.

Allein dadurch könne der Gasbedarf des Landes über ein Jahrzehnt gesichert werden. Dies sei an den in Deutschland bereits vorhandenen Bohrlöchern mit relativ geringem Aufwand realisierbar.

Kemmerich erklärte, die friedliche Nutzung der Kernenergie müsse weiter vorangetrieben und erforscht werden. Die deutsche Industrie sei auf eine ausreichende und bezahlbare Energieversorgung angewiesen.

Deshalb müsse nun schnell darüber entschieden werden, die noch verbleibenden Atomkraftwerke im Land auch über das Jahresende 2022 hinaus weiterzubetreiben. Zudem müsse darüber nachgedacht werden, ob die zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke wieder in Betrieb genommen werden könnten.

Die FDP Thüringen sei auch nicht generell gegen die Nutzung von Windenergie. Allerdings dürften keine Windräder in Wäldern errichtet werden, wie es die rot-rot-grüne Landesregierung vorhabe. Mit der CDU seien sich die Liberalen einig, dass die 1000-Meter-Abstandsregelung zu Wohnbebauung eingehalten werden müsse.

Der weitere Ausbau der Windenergie sei davon abhängig zu machen, dass entsprechende Speichermöglichkeiten entwickelt würden.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa

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