Kein Allheilmittel: Thüringer FDP kritisiert 2G-Regel und spricht von "trügerischer Sicherheit"

Erfurt - Die Thüringer FDP-Gruppe im Landtag sieht Pläne zur flächendeckenden Ausweitung von 2G-Regeln skeptisch.

2G in ganz Thüringen wird kommende Woche eingeführt. Der FDP-Landtagsabgeordnete Robert-Martin Montag (41, r.) ist von dieser Regel nicht begeistert.
2G in ganz Thüringen wird kommende Woche eingeführt. Der FDP-Landtagsabgeordnete Robert-Martin Montag (41, r.) ist von dieser Regel nicht begeistert.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Auch Geimpfte und Genesene können das Virus weiterverbreiten. Insofern schafft 2G eine trügerische Sicherheit", erklärte der FDP-Landtagsabgeordnete Robert-Martin Montag (41) am Freitag in Erfurt.

Das Prinzip 2G, wonach nur Geimpfte oder Genesene Zugang zu bestimmten Bereichen bekommen, sei kein Allheilmittel. Der beste Weg aus der Pandemie führe über das Impfen. Das Land müsse für ausreichend Impf- und Testangebote sorgen.

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Linke) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dem Kabinett einen Vorschlag für eine neue 2G-Regelung in Thüringen zu unterbreiten. Dies könnte nach Angaben des Gesundheitsministeriums schon in der kommenden Woche umgesetzt werden.

Da bahnt sich was an: CDU und Grüne wollen sondieren!
Parteien Da bahnt sich was an: CDU und Grüne wollen sondieren!

Die Corona-Lage im Freistaat gilt als angespannt: Viele Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt und die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am heutigen Freitag mit 491,3 knapp unter der 500er-Marke.

Im bundesweiten Vergleich ist nur Sachsen mit einem Wert von 569 noch härter betroffen.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema FDP: