Kemmerich und Co. wollen neue Corona-Regeln mit deutlich mehr Freiheiten

Erfurt - Die Thüringer FDP-Fraktion macht Druck für eine neue Corona-Verordnung mit mehr Lockerungen.

Thomas Kemmerich (56, FDP) spricht im Parksaal des Steigerwaldstadions während einer Sitzung des Thüringer Landtags. Er und seine Fraktion wollen eine neue Corona-Verordnung mit mehr Freiheiten für die Bürger.
Thomas Kemmerich (56, FDP) spricht im Parksaal des Steigerwaldstadions während einer Sitzung des Thüringer Landtags. Er und seine Fraktion wollen eine neue Corona-Verordnung mit mehr Freiheiten für die Bürger.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Man fordere die Landesregierung auf, binnen weniger Tage die Verordnung zu ändern, teilte die FDP-Fraktion am Freitag mit.

"Andere Bundesländer zeigen längst, was an bürgerfreundlichen Lösungen machbar ist. Schleswig-Holstein ermöglicht Tourismus, NRW öffnet Hotels für private Gäste, Sachsen will die Testpflicht im Einzelhandel lockern", erklärte FDP-Fraktionschef Thomas Kemmerich (56).

Kemmerich stellte zugleich etliche derzeit geltende Corona-Regeln in Frage.

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"Warum müssen sich die Kunden einer Boutique testen lassen, während sie zugleich ungetestet in Supermärkten einkaufen dürfen? Was soll die Anmeldepflicht im Biergarten bewirken?", sagte der 56-Jährige.

Nach aktuellen Plänen soll ein Entwurf für eine neue Corona-Verordnung kommende Woche im Landtag diskutiert werden. Sie könnte dann Anfang Juni in Kraft treten.

Unterdessen sorgte ein Vorstoß Niedersachsens für Diskussionen. Dort soll bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 die Maskenpflicht im Einzelhandel nach Pfingsten wegfallen.

Kemmerich und seine Fraktion wollen "bürgerfreundliche" Lösungen

Nach teils deutlicher Kritik kündigte die dortige Landesregierung am heutigen Freitag aber an, den Punkt noch einmal zu überdenken.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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