Nach hanebüchener Greenpeace-Aktion: FDP verlangt Antworten von Regierung

München - Nach der scharf kritisierten Greenpeace-Aktion beim EM-Fußballspiel Frankreich gegen Deutschland in München hat die Landtags-FDP die Staatsregierung zur Beantwortung von Fragen im Plenum aufgefordert.

Ordner führen den Greenpeace-Aktivisten nach seinem verhängnisvollen Flug vom Feld.
Ordner führen den Greenpeace-Aktivisten nach seinem verhängnisvollen Flug vom Feld.  © Federico Gambarini/dpa

FDP-Fraktionschef Martin Hagen (40) will etwa von der Regierung wissen, welche zusätzlichen Vorkehrungen getroffen worden sind, um ähnlich gelagerte Aktionen bei den noch anstehenden EM-Spielen in der bayerischen Landeshauptstadt zu verhindern.

Die deutsche Nationalmannschaft tritt an diesem Samstag (18 Uhr) in der Münchner EM-Arena zu ihrer nächsten Europameisterschafts-Partie gegen Portugal an.

In dem Antrag Hagens wird etwa die Frage aufgeworfen, ob die Polizei Erkenntnisse hatte, dass es sich bei dem Vorfall tatsächlich um eine Aktion der Umweltschutzorganisation Greenpeace handelte.

Auch fragt er, warum der Pilot bei seiner Landung nicht von der Polizei in Empfang genommen worden sei.

Hagen fragt zudem nach einer Bewertung der Möglichkeit, dass sich etwa Terroristen als Aktivisten getarnt Zugang zum Stadion verschaffen könnten.

Kurz vor dem Spiel am Dienstagabend war ein Greenpeace-Aktivist mit einem Motor-Gleitschirmflieger auf dem Spielfeld notgelandet und hatte im Landeanflug zwei Männer verletzt. Mit der missglückten Flugaktion wollte Greenpeace gegen EM-Sponsor Volkswagen protestieren.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

Mehr zum Thema FDP: