Neue Sitzordnung im Bundestag? FDP hat keinen Bock mehr auf den Platz neben der AfD

Berlin - Die FDP-Fraktion möchte im Plenarsaal des Bundestages mit der Union den Platz tauschen.

Da scheint sich im Plenarsaal des Bundestags eine Debatte um die Sitzordnung anzubahnen.
Da scheint sich im Plenarsaal des Bundestags eine Debatte um die Sitzordnung anzubahnen.  © Kay Nietfeld/dpa

Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete, hat der noch amtierende Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (79, CDU) eine neue Sitzordnung vorgeschlagen, in der das Wahlergebnis auf die Zahl der Sitze in der ersten Reihe umgerechnet wurde.

An der bisherigen Verteilung der Fraktionen im Saal solle aber nichts geändert werden. Bisher sitzt die AfD - vom Platz des Bundestagspräsidenten aus gesehen - ganz rechts, daneben die FDP, dann die Union, die Grünen, die SPD und am linken Rand die Linksfraktion.

Aus der FDP-Fraktion hieß es am Sonntag, für die Liberalen seien die Sondierungsgespräche mit SPD und Grünen aktuell vorrangig.

Zu einem späteren Zeitpunkt strebe die Fraktion allerdings durchaus eine Änderung der Sitzordnung an, "weil wir uns als Kraft der politischen Mitte sehen".

Außerdem habe die FDP-Fraktion in den zurückliegenden vier Jahren als Nachbarin der AfD im Plenarsaal sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Die Sprüche aus den Reihen der AfD-Fraktion seien oft "einfach unerträglich", gerade für weibliche Abgeordnete.

Christian Lindner (42, FDP) und seine Partei wollen im Bundestag nicht mehr neben der AfD sitzen.
Christian Lindner (42, FDP) und seine Partei wollen im Bundestag nicht mehr neben der AfD sitzen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Die CDU will ihren Platz in der Mitte allerdings nicht kampflos räumen, sondern an der bisherigen Sitzordnung festhalten.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa, Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

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