Corona-Krach um Impf-Debakel: Scholz attackiert Spahn mit Fragenkatalog scharf!

Berlin - Der Kuschelkurs ist vorbei! Vizekanzler und SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz (62, SPD) ist mit dem Handeln des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (40, CDU) beim Thema Corona-Impfungen der Kragen geplatzt. Nun schickte er einen mehrseitigen Fragenkatalog an Spahn und fordert von ihm Erklärungen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) geht noch in die Offensive und attackiert die Vorgehensweise bei der Impfdosen-Beschaffung scharf.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) geht noch in die Offensive und attackiert die Vorgehensweise bei der Impfdosen-Beschaffung scharf.  © Fabian Sommer/dpa

Das Impf-Desaster in Deutschland scheint immer größere Ausmaße zu nehmen.

Nachdem sich bereits Politiker der CDU-Schwesterpartei, wie allen voran CSU-Chef Markus Söder (54), mit der Performance bei der Impfdosen-Beschaffung - vorsichtig ausgedrückt - irritiert gezeigt haben, knirscht es nun auch zwischen den Groko-Parteien.

Wie Bild berichtet, legte Bundes-Vizekanzler Olaf Scholz nun einen vierseitigen Katalog vor, in dem er vom Gesundheitsminister Aussagen verlangt, wie es zum Holper-Impf-Start kommen konnte.

Scholz reicht's!

Damit verstärkt der 62-jährige SPD-Politiker das Beben, welches er bereits zuvor schon anschob, nachdem er absolute Transparenz über das Handeln der Europäischen Kommission verlangte.

Selbst Abgeordnete aus Brüssel forderten bereits eine Offenlegung aller EU-Verträge im Zusammenhang mit der Impfstoff-Debatte.

Spahn steht nun zunehmends unter Druck. Der Gegenwind im Drama um die zu wenig bestellten Corona-Impfdosen schießt ihm nun direkt ins Gesicht.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wittert politische Schikane der SPD im Wahljahr 2021

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) steht aktuell im Kreuzfeuer der (SPD-)Kritik.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) steht aktuell im Kreuzfeuer der (SPD-)Kritik.  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Hinter den Kulissen brodelt es, der Fragenkatalog sei laut dem Blatt intern klar als eine Art Untersuchungsausschuss anzusehen.

So steht nun also vor allem die europäische aber auch die parallel scheinbar unzureichende deutsche Impf-Strategie im Kreuzfeuer der Kritik.

Im Zentrum des insgesamt mehreren Dutzend Fragen sowie Unterfragen fassenden Kataloges steht über allem die Frage, wieso schließlich auf EU-Ebene so wenige Dosen vorbestellt wurden und warum Deutschland bei denen von der EU ausgeschlagenen nicht separat zugeschlagen hat.

Vonseiten der CDU sind inzwischen nun auch erste Abwehrversuche zu vernehmen.

Man fordere vom Koalitionspartner Einigkeit und sich nicht etwa "mit dem Kampf um eigene Umfragewerte" zu beschäftigen, so die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (58) im Hinblick auf das Wahljahr 2021.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warnt vor AfD-Masche

Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, stellt sich hinter Spahn und fordert die SPD auf, keinen Wahlkampf zu betreiben.
Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, stellt sich hinter Spahn und fordert die SPD auf, keinen Wahlkampf zu betreiben.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Ins gleiche Horn blies auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU), welcher sogar so weit ging und das Vorgehen der Sozialdemokraten mit dem der AfD zu vergleichen.

Er warnte die SPD davor, die Pandemie als politisches Instrument zu nutzen, so wie es bislang nur die AfD getan habe.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa , Michael Sohn/POOL AP/dpa

Mehr zum Thema SPD:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0