Digitaler Parteitag: SPD in NRW wählt neuen Vorsitzenden

Düsseldorf - Die nordrhein-westfälische SPD wählt ihren neuen Vorsitzenden am 6. März wegen der Corona-Krise auf einem Online-Parteitag.

Am 6. März wählt die NRW-SPD ihren neuen Vorsitzenden. Der amtierende Landeschef Sebastian Hartmann (43) dankt nach einem monatelangen Machtkampf ab.
Am 6. März wählt die NRW-SPD ihren neuen Vorsitzenden. Der amtierende Landeschef Sebastian Hartmann (43) dankt nach einem monatelangen Machtkampf ab.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Während der scheidende Landeschef Sebastian Hartmann (43) und sein wahrscheinlicher Nachfolger Thomas Kutschaty (52) live aus einem Konferenzzentrum in Neuss zugeschaltet werden, sitzen die mehr als 450 Delegierten an ihren Computern zu Hause. Der neue Parteichef werde zunächst auf elektronischem Weg gewählt, sagte ein SPD-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Da die digitale Wahl noch rechtssicher gemacht werden muss, schließt sich eine Briefwahl an. Die Delegierten hätten mehrere Tage Zeit, ihre Wahlzettel abzuschicken.

Einziger Kandidat für den Vorsitz des mitgliederstärksten SPD-Landesverbandes ist Landtagsfraktionschef Kutschaty. Der ehemalige NRW-Justizminister soll auf Vorschlag des Landesvorstands auch Spitzenkandidat für die NRW-Landtagswahl 2022 werden. Der amtierende Landeschef Hartmann hatte nach einem monatelangen Machtkampf seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur angekündigt.

Als Gastredner werde bei dem eintägigen Landesparteitag Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (62) zugeschaltet, hieß es weiter. Auch die SPD-Bundesvorsitzenden Saskia Esken (59) und Norbert Walter-Borjans (68) kommen bei der Programmdebatte zu Wort.

Am 6. März wählt die SPD in NRW auf einem Online-Parteitag ihren neuen Vorsitzenden. Einziger Kandidat ist Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty (52).
Am 6. März wählt die SPD in NRW auf einem Online-Parteitag ihren neuen Vorsitzenden. Einziger Kandidat ist Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty (52).  © Federico Gambarini/dpa

Auf dem Parteitag soll der gesamte Landesvorstand der SPD in Nordrhein-Westfalen neu gewählt werden. Wegen der Corona-Pandemie war der Parteitag mehrmals verschoben worden.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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