Machtkampf um die Nachfolge läuft: Was wird jetzt aus Martin Dulig?

Dresden - Wer wird Nachfolger von Martin Dulig (47) als Chef der Sachsen-SPD? Diese Frage stellt sich den Teilnehmern des Parteitags am kommenden Samstag in Neukieritzsch bei Leipzig. Allem Anschein nach gibt es darauf eine einfache Antwort. Interessanter ist die Frage: Was wird aus Dulig?

Der eine geht, der andere kommt: Martin Dulig (47, r.) legt sein Amt als sächsischer SPD-Chef nieder - Henning Homann (41) will ihn beerben, aber nicht allein.
Der eine geht, der andere kommt: Martin Dulig (47, r.) legt sein Amt als sächsischer SPD-Chef nieder - Henning Homann (41) will ihn beerben, aber nicht allein.  © Christian Juppe

Im Juni hatte der Noch-Chef der sächsischen SPD nach zwölf Jahren seinen Rückzug aus dem Amt verkündet, um "neue Impulse" zu ermöglichen.

Setzen soll sie eine neue Doppelspitze. Das Duo aus der Bundestagsabgeordneten Kathrin Michel (58) und dem aktuellen Generalsekretär der Sachsen-SPD, Henning Homann (41), steht für eine jüngere, weiblichere und vielfältigere Partei. "Wir müssen den Aufbruch im Bund für Sachsen nutzen", sagte Homann am Freitag in Dresden.

Die beiden sind bisher die einzigen Kandidaten für den Parteivorsitz. Gewählt werden sollen sie auf dem Parteitag am 9. Oktober.

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Martin Dulig will nach eigenen Worten "Teil des Führungsteams" sein. Ob er das, wie bisher, als stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister sein wird, bleibt abzuwarten.

Die Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel (58, SPD) will im Duo mit Homann an die Spitze.
Die Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel (58, SPD) will im Duo mit Homann an die Spitze.  © dpa/Sebastian Kahnert

Momentan mehren sich die Gerüchte, Dulig werde ein Amt in Berlin antreten, möglicherweise als Ostbeauftragter einer SPD-geführten Bundesregierung. Er selbst erklärte am Freitag dagegen, er werde sein Amt als Wirtschaftsminister nicht freiwillig aufgeben.

Titelfoto: Christian Juppe

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