SPD-Landeschef will mit Hilfe der Ampel Grün-Schwarz antreiben

Stuttgart - Baden-Württembergs SPD-Chef Andreas Stoch (52) will mit Hilfe der geplanten Ampel-Koalition im Bund die grün-schwarze Regierung vor sich hertreiben.

SPD-Landeschef Andreas Stoch (52) sieht die grün-schwarze Koalition in Baden-Württemberg als Bremsklotz.
SPD-Landeschef Andreas Stoch (52) sieht die grün-schwarze Koalition in Baden-Württemberg als Bremsklotz.  © Bernd Weissbrod/dpa

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) werde schon noch merken, dass er nach der Landtagswahl mit der Neuauflage des grün-schwarzen Bündnisses auf den "falschen Dampfer" gesetzt habe, sagte Stoch am Samstag beim Landesparteitag in Freiburg.

Auch wenn Kretschmanns Herz für die CDU schlage, sei es nun mal so, dass die Grünen künftig in einer Ampel-Koalition im Bund mitregieren würden. "Es wird der Regierung Kretschmann immer schwerer fallen, die Impulse stur zu ignorieren." Die Union sei ein "politisches Auslaufmodell".

Während im Bund ein "Fortschrittsbündnis" aus SPD, Grünen und FDP regieren werde, gehe es in Baden-Württemberg nicht voran. "Von Neustart fehlt jede Spur."

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Stoch sagte, er werde den Verdacht nicht los, dass die CDU den Koalitionsvertrag unterschrieben habe, weil sie wisse: "Die Grünen sind spitze im Formulieren von Zielen, aber extrem schwach im Erreichen der Ziele."

Der SPD-Politiker hielt der CDU vor: "Gleichzeitig sind bei der Union die Weltmeister im Bremsen am Start." Grün-Schwarz sei sicher keine "Blaupause" für den Bund, wie Kretschmann es formuliert habe. "Baden-Württemberg ist keine Blaupause für den Bund, sondern steht quer im Stall."

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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