Wirbel um Hamburger Innensenator wegen Party-Gerüchten

Hamburg - Der Hamburger Innensenator Andy Grote (52, SPD) steht in der Kritik. Ihm wird vorgeworfen, nach der Senatsbildung eine Party gefeiert und dabei möglicherweise die Corona-Auflagen nicht eingehalten zu haben.

Andy Grote weist die Vorwürfe von sich. (Archivbild)
Andy Grote weist die Vorwürfe von sich. (Archivbild)  © Regina Wank/dpa

Den Vorwurf wies Grote entschieden zurück. "Die anonym verbreiteten Gerüchte sind unwahr", erklärte die Innenbehörde am Samstag. "Eine Party hat nicht stattgefunden." 

Es habe ein lockeres Zusammentreffen gegeben, das eher den Charakter eines Stehempfangs gehabt habe. 

Die großzügigen räumlichen Verhältnisse im Nebenraum eines Gastronomiebetriebs und ein mitgenutzter Außenbereich hätten die Einhaltung der Abstandsregeln zu jedem Zeitpunkt ermöglicht.

Über den gesamten Abend hinweg waren laut Erklärung in Summe rund 30 Personen zu unterschiedlichen Zeiten vor Ort. 

Aufgrund der Fluktuation seien jedoch regelmäßig nur rund 15 Personen gleichzeitig anwesend gewesen. 

"Wenn der Eindruck entstanden ist, dass hier mit den geltenden Bestimmungen nachlässig umgegangen wurde, dann bedauere ich das sehr", sagte Grote. 

"Rückblickend wäre es besser gewesen, auf dieses Zusammenkommen zu verzichten."

CDU sieht Grotes Glaubwürdigkeit in Gefahr

Zuvor hatte die CDU-Opposition gefordert, dass sich der Innenausschuss der Bürgerschaft am kommenden Donnerstag mit dem Vorfall beschäftigen solle. 

"Wenn es stimmt, dass der Innensenator so gefeiert hat, dass er damit gegen die Corona-Auflagen verstoßen hat, ist seine Glaubwürdigkeit zutiefst erschüttert", erklärte der CDU-Sprecher für Innenpolitik, Dennis Gladiator. 

Ein solches Fehlverhalten wäre auch mit dem Amt des Innensenators nicht vereinbar.

Titelfoto: Regina Wank/dpa

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