Merkel warnt vor dramatischer Entwicklung: "Situation ist hochdynamisch"

Berlin - Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat nach einem Medienbericht ihre große Sorge wegen der hohen Corona-Infektionszahlen auch in den CDU-Gremien deutlich gemacht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt zur Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt zur Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.  © Markus Schreiber/AP-Pool/dpa

Der Anstieg müsse dringend gestoppt werden, mahnte sie nach Informationen der Bild am Montag in den Beratungen. Die Situation sei "hochdynamisch" und "dramatisch". 

Deutschland könne demnach bald in eine "schwierige Lage" kommen, wenn es um Intensivbetten gehe.

Auch Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) äußerte sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in den CDU-Gremien sehr skeptisch, was das Infektionsgeschehen angeht. Die Zahlen stiegen zu schnell, machte er nach Angaben aus Teilnehmerkreisen deutlich.

Die Gesundheitsämter meldeten 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen mitteilte. Am Montag vor einer Woche hatte diese Zahl etwa halb so hoch bei 4325 gelegen. 

Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen sonntags und montags niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. 

Am vergangenen Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle überstieg am Wochenende die Marke von 10.000.

Titelfoto: Markus Schreiber/AP-Pool/dpa

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