Wegen Corona: Merkel-Besuch in Dresden abgesagt

Dresden - Aus Angst vor dem Coronavirus wird der Merkel-Besuch im Dresdner Kulturpalast abgeblasen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) sollte im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit in Dresden mit der renommierten Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet werden. 

© Bernd von Jutrczenka/dpa

"Es war eine ganz schwierige Entscheidung. Aber wir mussten alle Faktoren abwiegen", sagt die Generalsekretärin des Deutschen Koordinierungsrates (DKR), Ilona Klemens (54). "Wenn wir alle Punkte, vor allem die über 1000 überwiegend ältere Besucher auf engem Raum, bewerten, können wir dieses Risiko nicht tragen." Die Veranstaltung im Kulturpalast sei daher auf einen "noch unbestimmten" Zeitpunkt verschoben worden. Neben der Auftaktveranstaltung wurde zudem die komplette Woche der Brüderlichkeit verschoben.

Damit wird Frau Merkel nicht, wie ursprünglich geplant am Sonntag im Kulturpalast geehrt. Dort sollte die Bundeskanzlerin wie vor ihr schon Sänger Peter Maffay (70) und Architekt Daniel Libeskind (73), mit der renommierten Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet werden.

Der 1949 gegründete Rat koordiniert den christlich-jüdischen Dialog, veranstaltet die "Woche der Brüderlichkeit" und vergibt in diesem Rahmen die Auszeichnung, die jährlich in einer anderen deutschen Metropole verliehen wird.

Das Motto eigentliche Motto in diesem Jahr: "Tu deinen Mund auf für die anderen." Der Grund dafür: "Viel zu oft wird der Mund gegen andere aufgemacht, viel zu oft folgen solchen Worten grauenhafte Taten", sagt DKR-Präsident Friedhelm Pieper (64).

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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