Woidke lobt und korrigiert Merkel: "Es war unser aller Fehler"

Berlin - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hat nach der Rücknahme der umstrittenen Osterruhe die gemeinsame Verantwortung von Bund und Ländern betont.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) zeigte sich von der Entscheidung Angela Merkels die Ruhezeit zu Ostern wieder zu kippen beeindruckt.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) zeigte sich von der Entscheidung Angela Merkels die Ruhezeit zu Ostern wieder zu kippen beeindruckt.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa, Michael Kappeler/dpa

"Es war unser aller Fehler, dass wir in der Nacht der MPK-Entscheidung nicht noch stärker die Konsequenzen hinterfragt haben", teilte Woidke am Mittwoch mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit.

Der Bund habe in der Sitzung erklärt, dass er umgehend einen Vorschlag zur Umsetzung der Osterruhe vorlegen werde. Nun sei klar, dass dies nicht kurzfristig gemacht werden könne, ohne an anderer Stelle zusätzliche Probleme zu schaffen.

Woidke zollte Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) dafür "großen Respekt", die geplante erweiterte Ruhezeit zu Ostern - also auch an Gründonnerstag und Karsamstag - wieder zu kippen.

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"Wenn eine Entscheidung nicht umsetzbar ist, muss sie auch wieder zurückgenommen werden", erklärte der Regierungschef. "Das ist richtig. Politik muss Fehleinschätzungen anerkennen und entsprechend konsequent handeln."

Merkel hatte sich nach dem Kippen der geplanten Regelung bei den Menschen in Deutschland entschuldigt.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa, Michael Kappeler/dpa

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