Nach dem Ende ihrer Amtszeit: Merkel verrät, was sie plant

Washington (USA) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) will es nach dem bevorstehenden Ende ihrer 16-jährigen Amtszeit erst einmal langsam angehen lassen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) erhielt zwei Tage vor ihrem 67. Geburtstag die Ehrendoktorwürde an der Johns-Hopkins-Universität.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) erhielt zwei Tage vor ihrem 67. Geburtstag die Ehrendoktorwürde an der Johns-Hopkins-Universität.  © Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Sie werde "nicht gleich die nächste Einladung annehmen, weil ich Angst habe, ich habe nichts zu tun und keiner will mich mehr", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Washington, nachdem ihr die Ehrendoktorwürde an der Johns-Hopkins-Universität verliehen wurde. Merkel war gefragt worden, was sie am Tag nach der Amtsübergabe machen werde.

Sie wolle stattdessen eine Pause einlegen und nachdenken, "was mich so eigentlich interessiert". In den vergangenen 16 Jahren habe sie dafür nur wenig Zeit gehabt.

"Und dann werde ich vielleicht versuchen, was zu lesen, dann werden mir die Augen zufallen, weil ich müde bin, dann werde ich ein bisschen schlafen, und dann schauen wir mal."

Spahn strebt politisches Amt nach der Bundestagswahl an
Jens Spahn Spahn strebt politisches Amt nach der Bundestagswahl an

Merkel machte auch klar, dass sie es nicht vermissen werde, ständig Entscheidungen treffen zu müssen. Zwar würden ihr wahrscheinlich aus Gewohnheit viele Gedanken kommen, was sie jetzt so alles machen müsste.

Aber "dann wird mir ganz schnell einfallen, dass das jetzt ein anderer macht. Und ich glaube, das wird mir sehr gut gefallen."

Merkel ist seit 2005 Bundeskanzlerin, tritt bei der Bundestagswahl am 26. September aber nicht noch einmal an.

Titelfoto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Mehr zum Thema Angela Merkel: