Nord Stream 2: Angela Merkel spricht über ihren früheren Zoff mit den USA

Berlin - Die frühere Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) hat offen über einen früheren Zwist mit den USA in Sachen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 berichtet.

Angela Merkel (67, CDU) nannte eine im vergangenen Sommer erzielte Vereinbarung mit den USA einen "Quantensprung".
Angela Merkel (67, CDU) nannte eine im vergangenen Sommer erzielte Vereinbarung mit den USA einen "Quantensprung".  © Fabian Sommer/dpa

Sie habe sich sehr darüber geärgert, dass die USA unter Präsident Joe Biden (79) Sanktionen gegen Unternehmen verhängt hätten, die bei Nord Stream 2 aktiv waren, sagte Merkel am Dienstagabend in Berlin.

Das mache man mit dem Iran, aber nicht mit einem Verbündeten, machte sie deutlich. Eine im vergangenen Sommer erzielte Vereinbarung mit den USA sei dann ein "Quantensprung" gewesen.

Im vergangenen Juli hatten die USA und Deutschland einen langen Streit über die deutsch-russische Pipeline Nord Stream 2 beigelegt. Die USA hatten erklärt, auf weitere Sanktionen zu verzichten.

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In der Erklärung wurde Russland zudem davor gewarnt, Energie als politische "Waffe" einzusetzen. In diesem Falle stelle man die Pipeline zur Disposition.

Merkel machte mit Blick auf den russischen Angriff auf die Ukraine deutlich, dies sei nun passiert. Die neue Bundesregierung hatte die Zertifizierung von Nord Stream 2 wegen der Invasion auf Eis gelegt.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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