Sachsens MP Kretschmer kritisiert Merkel-Pöbler: "Respekt mit Füßen getreten"

Leipzig/Dresden - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) hat in einem Zeitungsinterview sein Unverständnis über Anfeindungen gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (67, CDU) in den vergangenen Jahren im Freistaat geäußert.

Angela Merkel (67, CDU), hier bei einer Fraktionssitzung im sächsischen Landtag im Jahr 2018, hat dem Freistaat Sachsen laut dessen Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU, vorn links) gutgetan. (Archivbild)
Angela Merkel (67, CDU), hier bei einer Fraktionssitzung im sächsischen Landtag im Jahr 2018, hat dem Freistaat Sachsen laut dessen Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU, vorn links) gutgetan. (Archivbild)  © Eric Münch

Merkel wird am Donnerstag am Festakt zur Sonderausstellung "Johannes Vermeer – Vom Innehalten" in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden erwartet.

"Angela Merkel hat Deutschland und Sachsen seit ihrem Amtsantritt 2005 gutgetan", sagte er laut einem Vorabbericht der "Leipziger Volkszeitung".

"Sie hat zu oft als Anlass für eine Entgrenzung gedient, bei der ein Teil der Bevölkerung nicht nur jede Art des Anstands vergessen, sondern auch den Respekt mit Füßen getreten hat", sagte der Regierungschef.

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Solche Vorfälle und Beschimpfungen kosteten Kraft "und beschäftigen einen auch Tage danach noch", so Kretschmer weiter.

"Aber ich bin mir sicher, dass Angela Merkel ganz genau weiß, dass diese Pöbler nicht in der Mehrheit sind. Sie kommt immer wieder nach Sachsen, weil sie den anderen, der Mehrheit, Mut machen will", sagte der CDU-Politiker.

Bei Wahlkampfauftritten und Besuchen in den vergangenen Jahren war die Bundeskanzlerin laut dem Zeitungsbericht von Demonstranten teilweise heftig beschimpft worden.

Titelfoto: Eric Münch

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