Wegen Corona-Mutation: Merkel denkt über Lockdown bis Ostern nach!

Deutschland - Fällt jetzt der große Corona-Hammer? Wegen der neuen Virusvariante von Sars-CoV-2 könnte uns noch ein wesentlich längerer Lockdown bevorstehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit Mund-Nasen-Maske bei einer Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit Mund-Nasen-Maske bei einer Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt.  © John Macdougall/POOl AFP/dpa

Die harten Maßnahmen könnten womöglich bis Ostern andauern.

Wie die Bild unter Bezugnahme auf eine interne Sitzung der Unionsfraktion berichtet, denkt Angela Merkel (66, CDU) über eine drastische Verlängerung des gegenwärtigen Lockdowns nach.

"Wir brauchen noch acht bis zehn Wochen harte Maßnahmen", soll die Bundeskanzlerin beim Treffen der Arbeitsgruppe gesagt haben. "Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine 10-fache Inzidenz."

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Der Spiegel zitiert die Kanzlerin allerdings mit den Worten "Deutschland steht vor acht bis zehn sehr harten Wochen". Es bleibt also offen, was Merkel explizit geäußert hat.

Die neue Corona-Mutation steht im Verdacht, sich wesentlich schneller ausbreiten zu können als die bisherige Variante.

Damit die Inzidenzwerte nicht explodieren, könnte die Bundesregierung durchaus einen längeren Lockdown beschließen - womöglich sogar bis Ostern, was dieses Jahr Anfang April wäre.

Schon jetzt sind die Zahlen in Teilen des Landes dramatisch. Vor allem in Sachsen und Thüringen stoßen Krankenhäuser und Gesundheitsämter zunehmend an ihre Belastungsgrenzen.

Damit Infektionswege wieder effektiv nachverfolgt werden könnten, müsse die Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen) dauerhaft unter den Wert von 50 gebracht werden. Dies sei eines der Ziele der derzeitigen Maßnahmen, hatte Angela Merkel mehrfach betont.

Eine stilisierte Abbildung von Coronaviren.
Eine stilisierte Abbildung von Coronaviren.  © Kateryna Kon/123RF

Bis jetzt ist der deutschlandweite Lockdown nur bis zum 31. Januar geplant. Sachsen hat wegen der dramatischen Situation den Lockdown bereits bis 7. Februar verlängert.

Titelfoto: John Macdougall/POOL afp/dpa, Kateryna Kon/123RF

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