Baerbock verteidigt 2G-Modell und Einschränkungen für Ungeimpfte

Potsdam - Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) hat SPD-Kontrahent Olaf Scholz (63) wegen der Zurückhaltung gegenüber möglichen Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte kritisiert.

Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40, Grüne) hat sich bei einer Diskussionsrunde am Montagabend für das sogenannte 2G-Modell und Corona-Einschränkungen für Ungeimpfte ausgesprochen.
Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40, Grüne) hat sich bei einer Diskussionsrunde am Montagabend für das sogenannte 2G-Modell und Corona-Einschränkungen für Ungeimpfte ausgesprochen.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Sie hält das sogenannte 2G-Modell für sinnvoll, bei dem Unternehmer nicht geimpfte Menschen in Kneipen, Restaurants oder Clubs draußen lassen können und Geimpfte und Genesene dort weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind.

So wie von Kindern verlangt worden sei, eineinhalb Jahre lang ihre Freiheit einzuschränken, um Erwachsene und ältere Menschen zu schützen, sei es nun deren Verantwortung, Kinder zu schützen, sagte die Grünen-Chefin am Dienstag vor Journalisten in Potsdam.

"Deswegen ist das mit dem Impfen so zentral."

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Baerbock sagte an die Adresse des SPD-Kanzlerkandidaten: "Deswegen verstehe ich auch wirklich nicht (...) auch mit Blick auf Herrn Scholz, warum man da so zurückhaltend ist mit Blick auf 2G-Regeln und anderes."

Scholz für weitere Tests und gegen Impfpflicht

Ihr Kontrahent Olaf Scholz (63, SPD) hat sich bei derselben Veranstaltung hingegen für weitere Tests und gegen eine Impfpflicht ausgesprochen.
Ihr Kontrahent Olaf Scholz (63, SPD) hat sich bei derselben Veranstaltung hingegen für weitere Tests und gegen eine Impfpflicht ausgesprochen.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Wenn es zu Regelungen komme, bei denen nur Geimpfte und Genesene ins Theater oder Kino gehen könnten, fragten sich Leute möglicherweise nochmal, ob sie sich impfen lassen.

"Das brauchen wir, damit wir die Grundschulen sicher machen können."

Baerbock hatte bei einer Diskussionsrunde der "Märkischen Allgemeinen" (MAZ) am Montagabend für das 2G-Modell geworben.

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In Hamburg können Veranstalter und Wirte selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie Tests akzeptieren.

Scholz hatte sich in der Runde für weitere Tests in Betrieben und Schulen ausgesprochen und eine Impfpflicht abgelehnt.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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