Baerbock will Ende der Kurzstrecken-Flüge! CDU-Wirtschaftsrat: Aus für Malle, Italien und Co.

Berlin - Nach dem Vorstoß von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40, Bündnis 90/Die Grünen) zu Kurzstreckenflügen sieht der CDU-Wirtschaftsrat die Gefahr, dass sich viele Menschen keinen Urlaub mehr zum Beispiel auf Mallorca leisten können.

Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40).
Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40).  © Kay Nietfeld/dpa

"Flüge würden für Durchschnittsverdiener nahezu unbezahlbar, zudem wären Tausende Arbeitsplätze am Luftverkehrsstandort Deutschland gefährdet, wenn die Menschen bei steigenden Preisen auf grenznahe Flughäfen im Ausland ausweichen", sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag).

Baerbocks Forderung würde nicht nur innerdeutsche Ziele, sondern alle Flüge bis 1500 Kilometer Flugstrecke betreffen, sagte Steiger.

"Der bei den Deutschen beliebte Urlaub auf den Balearen wäre also für viele Arbeitnehmer finanziell bald nicht mehr drin, auch etliche Ziele in Griechenland oder Italien würden drastisch verteuert."

Baerbock entschuldigt sich für "N-Wort" in einem Interview
Annalena Baerbock Baerbock entschuldigt sich für "N-Wort" in einem Interview

Baerbock hatte am Wochenende der Bild am Sonntag gesagt: "Kurzstreckenflüge sollte es perspektivisch nicht mehr geben." Auch Billigpreise wie 29 Euro für Mallorca-Flüge dürfe es nicht mehr geben, wenn man es mit der Klimapolitik ernst meine.

Eurowings will Kurzstreckenflüge behalten, CO2-Emissionen durch innerdeutschen Flugverkehr bei 0,3 Prozent

Die Lufthansa-Tochter Eurowings will auch innerhalb Deutschlands an Kurzstrecken-Flügen festhalten.
Die Lufthansa-Tochter Eurowings will auch innerhalb Deutschlands an Kurzstrecken-Flügen festhalten.  © Christoph Schmidt/dpa

Die Lufthansa-Tochter Eurowings will an Kurzstrecken-Flügen festhalten - auch innerhalb Deutschlands. Geschäftsführer Jens Bischof verwies im Gespräch mit RTL/ntv auf den geringen Anteil von 0,3 Prozent des innerdeutschen Flugverkehrs an den CO2-Emissionen.

Mitfliegen dürfe die Kanzlerkandidatin der Grünen bei Eurowings aber weiterhin.

"Selbstverständlich nehmen wir Frau Baerbock mit an Bord. Und ich bin sicher, dass wir sie auf einer der Flugstrecken innerhalb Deutschlands schon an Bord hatten und haben werden."

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa, Christoph Schmidt/dpa

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