Für "Geschlechtergerechte Sprache": Baerbock plant Grundgesetz-Änderung

Berlin - "Jede/r hat das Recht, ihre/seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten", könnte es bald in Artikel 1, Absatz 5 des Grundgesetzes heißen. Zumindest wenn es nach Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) geht.

Weil sich Sprache verändert, möchte Annalena Baerbock (40) auch Gesetzestexte neu entstehen lassen.
Weil sich Sprache verändert, möchte Annalena Baerbock (40) auch Gesetzestexte neu entstehen lassen.  © Christophe Gateau/dpa

Denn die Parteivorsitzende will bei einem Wahlerfolg für sogenannte "geschlechtergerechte Sprache" in Gesetzestexten einstehen.

"Ich will Politik für alle Menschen machen, und das bedeutet, auch alle mit anzusprechen - und nicht nur mit zu meinen", sagte Bearbock dem "Tagesspiegel".

"Sprache verändert sich - heute reden wir zum Beispiel eher von 'Ärztinnen und Ärzten' und nicht nur von 'Ärzten', weil sonst im Kopf nur das Bild eines Mannes auftaucht", sagte die Bundestagsabgeordnete.

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"So ist es auch in vielen anderen Bereichen. Wenn ich weiß, dass bestimmte Begriffe einzelne Personen oder Gruppen verletzen, dann sollte man versuchen, die Dinge anders auszudrücken, aus Respekt."

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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