Hungerstreik: Baerbock hat Sorge und quatscht per Telefon mit Klima-Aktivisten

Berlin - Annalena Baerbock (40, Grüne) hat mit den in den Hungerstreik getretenen Menschen telefoniert, weil sie sich Sorgen um deren Gesundheit macht!

Die Streikenden hungern am Mittwoch bereits den zehnten Tag am Stück! Jetzt meldete sich Kanzler-Kandidatin Annalena Baerbock (40, Grüne).
Die Streikenden hungern am Mittwoch bereits den zehnten Tag am Stück! Jetzt meldete sich Kanzler-Kandidatin Annalena Baerbock (40, Grüne).  © Paul Zinken/dpa

Nach mehr als einer Woche Hungerstreik von Klimaschützern am Berliner Reichstag hat Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock die jungen Leute aufgefordert, die Aktion abzubrechen und wieder zu essen.

Dies habe Baerbock den Teilnehmenden in einem Telefonat erklärt, sagte ein Grünen-Sprecher am Mittwoch.Baerbock teile das Ziel, möglichst bald klimaneutral zu werden und wolle sich dafür mit ganzer Kraft einsetzen.

"Aber es darf nicht sein, dass sich Menschen durch einen Hungerstreik in solche Gefahr bringen und ihr eigenes Leben riskieren."

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Die jungen Leute wollen ihre Aktion allerdings fortsetzen. Zudem hätten sich nun einige ihrer Eltern dem Hungerstreik angeschlossen, teilte das Presseteam der Aktivisten am Mittwoch mit.

Teilnehmer Simon Helmstedt sagte der Deutschen Presse-Agentur, Baerbock habe die Forderungen der Gruppe nicht erfüllt. Dazu zählt eine öffentliche Diskussion mit den Kanzlerkandidaten von CDU/CSU, SPD und Grünen sowie die Einsetzung eines Bürgerrats, der der Politik Sofortmaßnahmen gegen die Erderwärmung vorgeben soll.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sei bei Wahlkampfveranstaltungen auf den Hungerstreik hingewiesen worden, habe aber "kaltherziges Ignorieren" als Strategie gewählt, hieß es in einer Pressemitteilung. Von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet gebe es keine Reaktion.

Der Hungerstreik begann nach Angaben der Teilnehmer am Montag vor einer Woche (30. August).

Den Teilnehmern geht es nach Helmstedts Angaben gesundheitlich den Umständen entsprechend gut.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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