"Politik muss sich wandeln": Baerbock rechtfertigt an Ukraine gelieferte Waffen

Cottbus - Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) hat angesichts des russischen Angriffskriegs Waffenlieferungen an die Ukraine gerechtfertigt.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) will die Ukraine und aus dem Land flüchtende Menschen nicht im Stich lassen.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) will die Ukraine und aus dem Land flüchtende Menschen nicht im Stich lassen.  © Kay Nietfeld/dpa

"Wenn die Welt sich wandelt, muss die Politik sich wandeln", sagte Baerbock am Samstag als Rednerin auf dem Landesparteitag der Brandenburger Grünen in Cottbus. "Wir unterstützen die Ukrainerinnen und Ukrainer, dass sie sich selbst verteidigen können und dass sie für ihre Sicherheit und ihren Frieden kämpfen können."

Putins völkerrechtswidrige Aggression sei nicht nur ein Angriff auf die Souveränität der Ukraine und auf 40 Millionen Ukrainer, sondern auch ein Angriff auf die europäische Friedensordnung, mahnte Baerbock.

Dennoch könne man nicht direkt in den Krieg eingreifen, weil dies Nachbarstaaten der Ukraine gefährden würde, die Mitglieder der Nato seien. "Es ist wichtig, dass wir diesen Krieg auf das Schärfste verurteilen und klar und deutlich benennen, wer diesen Krieg beenden kann - und das ist der russische Präsident."

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Baerbock wies auch auf die notwendige Unterstützung der Kriegsflüchtlinge hin. "Wir haben gestern eine Luftbrücke gestartet als Signal, dass weitere Flüge folgen, in ganz Europa und über den Atlantik", sagte die Außenministerin. "Das werden Tausende Flüge sein. Es werden acht bis zehn Millionen Flüchtlinge kommen und wir werden sie alle aufnehmen."

Für Brandenburg werde mit bis zu 40.000 Flüchtlingen gerechnet, sagte die Brandenburger Bundestagsabgeordnete.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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