"Dulden keinen Antisemitismus": Laschet äußert sich deutlich zu Angriffen auf Synagogen

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) hat die Angriffe auf Synagogen verurteilt.

Armin Laschet (60, CDU) äußerte sich zu den Angriffen auf Synagogen in NRW und forderte ein sofortiges Ende des Terrors im Nahen Osten.
Armin Laschet (60, CDU) äußerte sich zu den Angriffen auf Synagogen in NRW und forderte ein sofortiges Ende des Terrors im Nahen Osten.  © Marcel Kusch/dpa-Pool/dpa

"Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung haben in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen keinen Platz. Wir dulden weder antijüdische Polemik, wir dulden keine Gewalt, wir dulden keinen Antisemitismus - nicht auf unseren Straßen, nicht auf unseren Schulhöfen, nicht im Internet", sagte der CDU-Bundesvorsitzende und Kanzlerkandidat am Mittwoch in Düsseldorf.

In der Nacht zum Mittwoch waren vor Synagogen in Münster und Bonn israelische Flaggen angezündet worden. Die Landesregierung habe daraufhin unverzüglich zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen, sagte Laschet.

"Wir haben den Schutz an allen herausragenden jüdischen Orten noch einmal erhöht."

Für alle anderen jüdischen Objekte werde auf Veranlassung von NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) "eine aktuelle Beurteilung der Gefährdungslage durchgeführt".

Laschet forderte ein sofortiges Ende der Gewalt im Nahen Osten. Die Hamas müsse ihre "abscheulichen Angriffe auf die Zivilbevölkerung" in Israel auf der Stelle stoppen. Deutschland stehe fest an der Seite Israels.

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hat sich in den vergangenen Tagen wieder zugespitzt. Militante Palästinenser feuerten nach Angaben der israelischen Armee bisher mehr als 1000 Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel ab. Israels Luftwaffe habe ihrerseits Hunderte Ziele in dem abgeschotteten Küstengebiet attackiert.

Auf beiden Seiten gab es Todesopfer.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa-Pool/dpa

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