Laschet im NRW-Landtag: Es soll vor allem um die dritte Welle gehen

Düsseldorf - Erst vor gut einer Woche setzte sich Armin Laschet (60, CDU) im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur durch. Nun tritt der NRW-Ministerpräsident erstmals wieder im Düsseldorfer Landtag auf. Die Opposition schärft schon mal die Waffen.

Der 60-jährige CDU-Kanzlerkandidat wird sich im Landtag vor allem zur gemeinsamen Bekämpfung der dritten Welle äußern.
Der 60-jährige CDU-Kanzlerkandidat wird sich im Landtag vor allem zur gemeinsamen Bekämpfung der dritten Welle äußern.  © Kay Nietfeld/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet unterrichtet den Landtag am Mittwoch (10.00 Uhr) über die Corona-Lage. Es ist Laschets erster Auftritt im Plenum seit seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten der Union vor gut einer Woche.

Seine Rede steht unter dem Titel "Gemeinsam der dritten Welle entgegentreten – zusammen die Brücke für neue Perspektiven bauen".

Laschet hatte sich in einem erbitterten Machtkampf um die Kanzlerkandidatur gegen CSU-Chef Markus Söder (54) durchgesetzt. Die Opposition im Landtag forderte von Laschet, sich angesichts der zugespitzten Pandemie-Lage mehr auf das Corona-Management zu konzentrieren.

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Bund und Länder hatten am Montag bei einem Impfgipfel vereinbart, dass Corona-Impfungen spätestens ab Juni für alle Menschen in Deutschland ohne die bisherige Priorisierung ermöglicht werden sollen.

Das bedeute zwar nicht, dass dann jeder sofort geimpft werden könne, hatte Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) gesagt. Aber jeder könne sich um einen Impftermin bemühen.

Impfungen für alle

Die deutsche Impfquote liegt zu Beginn der Woche bei 24,9 Prozent. (Symbolfoto)
Die deutsche Impfquote liegt zu Beginn der Woche bei 24,9 Prozent. (Symbolfoto)  © 123RF/adiruch

Auch Laschet hatte betont, im Juni habe man die Chance, das Impfen für alle möglich zu machen. In NRW würden diese Impfungen dann auch von Hausärzten angeboten, die derzeit noch die chronisch Kranken bevorzugt berücksichtigten. Aber auch in den Impfzentren könne jeder einen Termin vereinbaren.

Jeder vierte Einwohner von NRW ist seit Beginn der Impfaktion Ende Dezember mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden.

Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor. Demnach haben mehr als 4,4 Millionen Menschen in NRW die Erstimpfung erhalten. Das entspricht einer Impfquote von 24,9 Prozent.

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Die zweite Spritze für den vollen Impfschutz haben laut RKI rund sieben Prozent der Bevölkerung in NRW bekommen.

Insgesamt wurden bisher mehr als 5,7 Millionen Impfdosen in NRW gespritzt.

Weitere Themen im Landtag

Außerdem verabschiedet der Landtag am Mittwoch den Glücksspielstaatsvertrag, der am 1. Juli in Kraft treten soll. Glücksspiele im Internet wie Online-Poker oder Online-Casinos sollen künftig in Deutschland erlaubt werden. Die Länder müssen den Vertrag ratifizieren.

Der Landtag will auch grünes Licht für das Bildungssicherungsgesetz 2021 geben, das Schülern faire Bedingungen in Pandemie-Zeiten ermöglichen soll. So gibt es dieses Jahr zum Schuljahres-Ende etwa keine "blauen Briefe".

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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