Laschet macht klare Ansage in Richtung AfD: "Mit denen wird nicht geredet"

Deutschland - Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat sich CDU-Chef Armin Laschet (60) mit einer verbalen "Brandmauer" gegen die AfD positioniert.

Armin Laschet (60) hat sich von der AfD distanziert. Der CDU-Chef und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen tritt als Kanzlerkandidat zur Bundestagswahl an.
Armin Laschet (60) hat sich von der AfD distanziert. Der CDU-Chef und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen tritt als Kanzlerkandidat zur Bundestagswahl an.  © Federico Gambarini/dpa

"Die CDU muss ihren Anteil dazu leisten, klarzumachen: Mit denen wird nicht geredet, mit denen wird nicht kooperiert, mit denen wird nicht koaliert", sagte Armin Laschet bei einem Interview mit dem Deutschlandfunk.

Und weiter: "Wir müssen alles tun, dass die demokratische Mitte am kommenden Sonntag gewinnt. Das ist die Aufgabenstellung, vor der wir stehen."

Damit machte der Kanzlerkandidat und CDU-Vorsitzende unmissverständlich klar, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD gänzlich ausgeschlossen bleibt.

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Die "Brandmauer" gegen die Alternative für Deutschland stehe und auch Sachsen-Anhalts CDU-Spitzenkandidat Reiner Haseloff (67) wolle "auf keiner Ebene" mit der AfD kooperieren, betonte Laschet.

Aktuellen Umfragen zufolge liegt die AfD in Sachsen-Anhalt derzeit knapp hinter der CDU. Je nach Umfrageinstitut kommen beide Parteien auf Werte zwischen 20 und 30 Prozent.

Neben der AfD distanzierte sich Laschet auch von der konservativen Werte-Union: "Wer da Mitglied ist, organisiert sich außerhalb der Partei, wie man sich möglicherweise auch beim 1. FC Magdeburg oder sonst wo organisiert. Sie hat mit der CDU nichts zu tun, das haben wir gestern im Bundesvorstand noch einmal betont".

CDU-Chef Armin Laschet will weder mit der AfD noch mit der Werte-Union Gespräche führen

Der deutsch-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Max Otte (56) ist neuer Chef der Werte-Union.
Der deutsch-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Max Otte (56) ist neuer Chef der Werte-Union.  © Karlheinz Schindler/dpa-Zentralbild/dpa

Politiker mehrerer Parteien werfen dem neuen Bundesvorsitzenden der Werte-Union, Max Otte (56), eine Nähe zur AfD vor. "Wir werden mit ihm auch keine Gespräche führen", sagte Laschet.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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