Laschet plant Sondersitzung: Hochwasser und Corona haben Vorrang!

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) hat sein Kabinett für diesen Donnerstag zu einer Sondersitzung eingeladen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr, soll über die Folgen der Flutkatastrophe und der Coronavirus-Pandemie beraten werden.

Armin Laschet (60, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet (60, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.  © Marius Becker/dpa

Laschet hatte bei seinen Besuchen in Hochwassergebieten in dieser Woche mit zahlreichen Anwohnern gesprochen und zugesagt, sich um kurzfristige Hilfen und Versorgungsengpässe ebenso zügig zu kümmern wie um den Wiederaufbau.

Die betroffenen Bürger hatten unter anderem über die Müll-Problematik nach der Flut und fehlende Container geklagt.

Am kommenden Montag wird Laschet auch den Düsseldorfer Landtag in einer Sondersitzung über die Folgen der Unwetterkatastrophe unterrichten.

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Am Dienstag soll es ebenfalls in einer Sondersitzung des Parlaments um die Bewältigung der Corona-Krise gehen, bevor mittags die Regierungschefs aller Bundesländer mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten.

Laschet verschiebt Wahlkampf-Tour

Die Bundes-CDU hatte am Mittwoch bereits angekündigt, ihr Vorsitzender und Kanzlerkandidat werde den Beginn seiner Wahlkampf-Deutschlandreise wegen der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands verschieben.

"Die Bewältigung der Hochwasserkatastrophe hat für Armin Laschet höchste Priorität, ihr wird er auch weiterhin seine volle Aufmerksamkeit widmen", hieß es in einer Mitteilung.

Eigentlich wollte der Laschet drei Tage lang durch Hessen und Baden-Württemberg fahren.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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