Plagiat-Affäre um Armin Laschet: Prüfer entlastet den Kanzlerkandidaten

Düsseldorf/Salzburg – Der österreichische Plagiatsprüfer Stefan Weber erkennt beim Buch von Armin Laschet (60, CDU) von 2009 "Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance" nach einer eigenen Prüfung "keine weiteren Plagiate".

CDU-Chef Armin Laschet (60) kann aufatmen. In seinem Buch wurden laut einem Prüfer keine weiteren Plagiate gefunden.
CDU-Chef Armin Laschet (60) kann aufatmen. In seinem Buch wurden laut einem Prüfer keine weiteren Plagiate gefunden.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Eine entsprechende Analyse veröffentlichte der Medienwissenschaftler am Freitag auf seiner Website.

Weber hatte eine Reihe von Textähnlichkeiten zwischen dem Buch der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" und anderen Publikationen öffentlich gemacht.

Zur Untersuchung des Buchs von Unions-Kanzlerkandidat Laschet, der selbst einen Link zu einer Online-Version seines Buchs verbreitet hatte, mithilfe einer Prüfsoftware schrieb Weber: "Mein Ergebnis ist entlastend für Laschet: Ich habe nach Durchsicht aller eingefärbten Textübereinstimmungen keine einzige Stelle gefunden, die ich als Plagiatsfragment bezeichnen würde."

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Weber führte aus: "Eine einzige Stelle ist der Debatte (noch) nicht wert und deren Veröffentlichung verwässert eher das Problem. Bei der Plagiatsidentifikation geht es immer um die Suche nach einem Muster und nicht um Singularität."

Armin Laschets Plagiat-Fund hat laut Prüfer "völlig anderes Gewicht" als Annalena Baerbocks Buch

Der Fall sei nicht mit dem ebenfalls von Weber untersuchten Buch Baerbocks zu vergleichen, die Fundstellen dort hätten "quantitativ und qualitativ hingegen ein völlig anderes Gewicht".

In der Nacht zum Freitag war auf Twitter eine Gegenüberstellung des Plagiatssuchers Martin Heidingsfelder veröffentlicht worden, die eine auffallende Ähnlichkeit zwischen einer Passage des Laschet-Buchs und einer anderen Publikation zeigte.

Der betroffene Wissenschaftler Karsten Weitzenegger hatte sie öffentlich gemacht. Laschet räumte einen Fehler ein, bat um Entschuldigung und kündigte eine Prüfung seines Buchs an.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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