Armin Laschet: Rot-grüne Regierung wäre "Sicherheitsrisiko"

Essingen - Genau drei Wochen vor der Bundestagswahl kommt der in Umfragen gebeutelte Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) zum Wahlkampf auch in den Südwesten.

Kanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) kommt am Sonntagabend nach Essingen.
Kanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) kommt am Sonntagabend nach Essingen.  © Marius Becker/dpa

Am Sonntagabend (18.30 Uhr) tritt er bei einer Kundgebung in Essingen im Ostalbkreis auf.

Am Montag steht der nordrhein-westfälische Ministerpräsident beim "Wahlcheck" der Heilbronner Stimme Frage und Antwort. Danach trifft sich Laschet mit dem baden-württembergischen CDU-Landesvorstand in Heidelberg.

Die Landes-CDU war in der Kanzlerfrage mehrheitlich für CSU-Chef Markus Söder (54) gewesen. Allerdings hatte sich Landesparteichef und Bundesvize Thomas Strobl (61, CDU) klar für Laschet ausgesprochen.

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Ursprünglich wollte Laschet im Wahlkampf schon viel früher nach Baden-Württemberg kommen - doch die Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz machte einen Strich durch die Terminplanung.

So wurde auch der bundesweite Wahlkampfauftakt der CDU am 21. August im Europapark Rust abgesagt und nach Berlin verlegt.

Im Endspurt zur Bundestagswahl am 26. September steht Laschet unter Druck: Die Union ist unter seiner Führung im vergangenen Monat in manchen Umfragen auf bis zu 20 Prozent abgestürzt und von der SPD überholt worden.

Die Südwest-CDU ist der zweitgrößte Landesverband und hofft trotz der Umfragemisere darauf, wieder alle 38 Direktmandate zu holen.

Update, 20.31 Uhr: Laschet bezeichnet Rot-Grün als Sicherheitsrisiko

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat seinem SPD-Konkurrenten Olaf Scholz (60) erneut vorgehalten, den Kauf bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr zu blockieren.

Es sei dringend nötig, die Bundeswehr besser gegen feindliche Angriffe zu rüsten, erklärte Laschet bei einer Wahlkampfkundgebung am Sonntagabend im schwäbischen Essingen. SPD-Finanzminister Scholz weigere sich aber, das Drohnen-Projekt im Bundeskabinett mitzutragen. "Die Linken in seiner Partei verhindern das."

Laschet rief den etwa 500 Zuhörern zu: "Rot-Grün darf nicht Verantwortung übernehmen allein in der Außenpolitik. Das ist ein Sicherheitsrisiko."

Zuvor hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (59, CDU) Scholz vorgeworfen, von dem Versäumnis mit der Drohne ablenken zu wollen. Scholz solle nicht "tricksen und täuschen", schrieb sie ihm auf Twitter.

Laschet, unter dessen Führung die Union in manchen Umfragen auf 20 Prozent gefallen ist, warnte in Essingen vor einer Regierung aus SPD, Grünen und Linken.

"Wenn Rot-Rot-Grün rechnerisch möglich wird, werden sie es machen", rief der CDU-Vorsitzende drei Wochen vor der Bundestagswahl.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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