AfD muss Seenotrettern Schadensersatz zahlen: Höcke verletzt erneut das Urheberrecht

Erfurt/Dresden - Schon wieder: Wegen seines Social-Media-Accounts muss der Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke (49) den Seenotrettern von "Mission Lifeline" wohl erneut Schadensersatz zahlen.

Wie "Mission Lifeline" mitteilt, muss die AfD Thüringen Schadensersatz zahlen. Der Grund: Ein "missbräuchlich" verwendetes Bild auf dem Account von Björn Höcke (49).
Wie "Mission Lifeline" mitteilt, muss die AfD Thüringen Schadensersatz zahlen. Der Grund: Ein "missbräuchlich" verwendetes Bild auf dem Account von Björn Höcke (49).  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"AfD Thüringen zahlt Schadenersatz! Der Höcke-Account hatte ein Bild unserer Fotografin missbräuchlich verwendet. Das kostet die Rechtsextremen jetzt 200 € plus Anwaltskosten", teilte der Verein am Dienstag über seine Social-Media-Kanäle mit. Um welches Bild es sich dabei konkret handelt, dazu wurden keine Angaben gemacht.

Vor gar nicht allzu langer Zeit musste der Landesverband der Partei schon einmal fast 800 Euro an ein Vereinsmitglied zahlen. Der Grund: Höcke hatte im Januar 2019 mit einem von Wikipedia heruntergeladenen Bild via Facebook und Twitter gegen die "Mission Lifeline" geschossen. Das Geld sollte der Flüchtlingsrettung zugutekommen.

Davor profitierte der Verein "Mission Lifeline", der von dem Dresdner Axel Steier gegründet wurde, wohl schon einmal von einer Rede des AfD-Politikers.

Höcke wieder wegen Nazi-Spruch vor Gericht: "Das ist dann für mich auch kein Rechtsstaat mehr"
Björn Höcke Höcke wieder wegen Nazi-Spruch vor Gericht: "Das ist dann für mich auch kein Rechtsstaat mehr"

Das Dresdner Brauhaus Watzke, in dem Höcke im Januar 2017 eine aufsehenerregende Rede hielt, hatte damals angekündigt, die Einnahmen der Veranstaltung an die Seenotretter zu spenden. "Selbstverständlich nehmen wir das", sagte Steier damals im Interview mit dem Spiegel. Und das Geld scheint wohl damals auch geflossen zu sein.

In einem Tweet der "Mission Lifeline" aus dem Jahr 2020, in dem es um eine Urheberrechtsverletzung auf einem "Account" von "Höcke" ging, wurde das Spiegel-Interview verlinkt. Zudem schrieb man: "Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass Höcke uns geholfen hat."

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Screenshot/Twitter/Mission Lifeline

Mehr zum Thema Björn Höcke: