Antrag eingereicht: Höcke will 2G in ganz Deutschland abschaffen

Erfurt - Die AfD ist bekanntermaßen kein großer Befürworter der aktuellen Corona-Maßnahmen. Vor allem die Fraktion im Thüringer Landtag versuchte in der Vergangenheit mehrfach, die Regeln anzufechten. Jetzt gibt es den nächsten Vorstoß von Björn Höcke (49) und seinen Kollegen.

Björn Höcke (49, AfD, r.) ist mit dem Pandemie-Management der Landesregierung um Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke, l.) nicht einverstanden.
Björn Höcke (49, AfD, r.) ist mit dem Pandemie-Management der Landesregierung um Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke, l.) nicht einverstanden.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Wie die Thüringer Fraktion erklärte, habe man am heutigen Donnerstag einen Antrag für ein Sonderplenum im Thüringer Landtag eingereicht - mit dem Ziel, die 2G-Regel (Geimpft und Genesen) im Einzelhandel und der Gastronomie abzuschaffen.

Laut dem Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke habe das Coronavirus mit dem Auftauchen der Omikron-Variante offensichtlich seine letzten Kräfte verloren. Demnach könne man nach Ansicht des 49-Jährigen weniger denn je von einer bedrohlichen Lage sprechen.

Höcke begründet den Vorstoß, die 2G-Regel verschwinden zu lassen, mit dem Argument, dass Thüringen inzwischen die niedrigste Inzidenz im bundesweiten Vergleich vorweisen kann.

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"Es ist überfällig, jetzt die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Wo andere Bundesländer wie Niedersachsen oder Bayern auch in Form von Gerichtsentscheidungen längst reagiert haben, hinkt Thüringen weit hinterher", wird der AfD-Frontmann zitiert und verweist darauf, dass in einzelnen Bundesländern die Regeln zu 2G oder 2G-plus per Gerichtsentscheid gekippt wurden.

"Es kann nicht sein, dass ungeimpfte oder genesene Personen mittels 2G oder gar 2G-plus-Regeln von wirtschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen bleiben", so Höcke.

Höcke kritisiert Landesregierung und stellt bundesweite Forderung

"Jeder weitere Tag unter den G-Regeln schädigt unseren Einzelhandel und das Gastgewerbe, die nun schon seit fast zwei Jahren unentwegt gegängelt werden", erklärte der Politiker.

Eine weitere Spitze gegen die Landesregierung um Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) konnte sich der ehemalige Gymnasiallehrer aber nicht verkneifen.

"Die Landesregierung konnte nie zeigen, dass sich das Virus gerade in Geschäften des Einzelhandels oder in Gaststätten besonders verbreitet. 2G und Zutrittsbeschränkungen müssen weg."

Höckes Forderung: 2G muss abgeschafft werden und nicht nur Thüringen, sondern ganz Deutschland muss zum Normalzustand zurückkehren.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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